Bundeskanzler Friedrich Merz würde eine mögliche Bewerbung der Hauptstadtregion für eine Weltausstellung im Jahr 2035 unter bestimmten Voraussetzungen unterstützen. „Deutschland muss zeigen, dass es in der Lage ist, Großveranstaltungen wieder durchzuführen“, sagte der CDU-Politiker bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Berlin. Die Bevölkerung habe eine gewisse Zeit Vorbehalte gegen Großveranstaltungen gehabt. „Aber ich glaube, das Klima hat sich jetzt wieder etwas verbessert dafür.“

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Merz betonte: „Wir sollten mit einem gehörigen Maß an Selbstbewusstsein an solche Aufgaben herangehen und sagen, ja, wir wollen uns der Welt präsentieren.“ Er würde das gerne sehen. Der Großraum Berlin, und dazu zähle Brandenburg, müsse dann aber auch ein Konzept haben, das wirklich überzeugend sei und eine Chance habe, angenommen zu haben. „Wenn Sie das machen, finden Sie meine Sympathie, und wenn das Konzept stimmt, auch meine Unterstützung. Aber die Hausaufgaben müssen Sie machen.“

Lesen Sie auch: Nachwuchsarchitekten präsentieren spektakuläre Ideen für IBA und Expo in Berlin

Unternehmen werben in Brief für Expo

Die Industrie- und Handelskammern in Berlin und Brandenburg, der Unternehmerverband Brandenburg-Berlin sowie Unternehmen wie der Elektroautobauer Tesla und der Energiekonzern Leag hatten im Mai in einem Brief an beide Regierungschefs für eine Expo geworben. Im Mai hatte sich eine Mehrheit von fast zwei Dritteln der Berlinerinnen und Berliner für eine Bewerbung der Hauptstadt um die Weltausstellung Expo 2035 ausgesprochen.

Nach der Abgeordnetenwahl in Berlin im September kamen aus der Brandenburger Regierung Vorbehalte mit Blick auf die Zuverlässigkeit eines möglichen neuen Senats aus Linken, Grünen und SPD.

dpa