Elif Eralp in ihrer Rede: "Die Menschen in unserer Stadt sind aufgestanden"
Elif Eralp gab sich in ihrer Rede kämpferisch. Sie wehrte sich gegen die Angriffe von außen auf sie und die Berliner Linke, die zerstörerisch seien und „jedes Maß verloren“ hätten. Das geschehe deshalb, weil die Linke vorhabe, die Menschen und nicht den Profit ins Zentrum ihrer Politik zu stellen. Die Menschen in unserer Stadt seien aufgestanden, die vielen jungen Leute und das migrantische Berlin, so die Wahlsiegerin, deren Linkspartei 25,7 Prozent geholt hatte: „Eine andere Politik ist nötig und sie ist möglich“, rief Eralp, deren Stimme angekratzt schien und die sich am Anfang bisweilen versprach.
„Wir werden uns nicht kleinkriegen lassen, ich werde nicht aufgeben“, versicherte sie den Genossen im Saal und warb um Unterstützung: „Ich brauche euch an meiner Seite. Wir müssen Gemeinsamkeiten nach vorne stellen.“ Es gebe „immer wieder Hindernisse“, es seien auch Fehler passiert. „Aber das wirft uns nicht um. Wir werden sie alle überwinden, liebe Genossinnen“, rief Eralp unter dem Beifall der Delegierten. Sie nannte es einen großen Erfolg, dass es gelungen sei, die Vergesellschaftung von Wohnungen zu verhandeln. „Wir haben vor, die Eigentumsfrage zu zustellen. So historisch ist das heute.“ Es gehe darum, den Artikel 15 des Grundgesetzes zur Anwendung zu bringen. Man wolle das Geschäft von Immobilien-Konzernen und sehr wenigen Wohlhabenden „mit unserem Zuhause“ beenden.
An die Adresse der Regierungsgegner in den eigenen Reihen stellte sie die Frage: „Was ist die Alternative? Wollen wir die Stadt wirklich der CDU überlassen, die kürzt und nichts gegen die Mietenkriese tut?" Eralp weiter: „Unsere gemeinsame Vision ist die Alternative für die Menschen in unserer Stadt. Die Menschen setzen Hoffnung in uns.“
Sie kam auch auf die Veröffentlichung des "Spiegel" zu sprechen. Sie erreiche seitdem „viel Solidarität“, sagte die mögliche Regierende Bürgermeisterin. Es sei selbstverständlich, sich um seine Familie zu sorgen. „Mir wird vorgeworfen, ich könne wegen meiner Sorge Berlin nicht schützen, sagte sie. Das Gegenteil sei der Fall: „Weil ich verschiedene Sorgen kenne und verstehe, werde ich genau das tun.“ Sie werde gegen jede Form der Diskriminierung und Gewalt vorgehen. Die Delegierten reagierten mit minutenlangem Beifall und „Elif. Elif-Rufen“.