Die Sanierung des Ostflügels im Hauptgebäude der Humboldt-Universität (HU) ist fertig. Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat den Bereich nun übergeben. Der Gebäudeteil schließt die östliche Seite des Innenhofs des denkmalgeschützten Hauptgebäudes ab und wurde über mehrere Jahre saniert. Durchgeführt hat die Baumaßnahme die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Auftrag der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Pflege und Gesundheit. Schon ab dem kommenden Montag werden dort wieder Lehrveranstaltungen stattfinden.
Sanierung verzögert sich: Audimax und Kinosaal öffnen erst 2026
Zu den Arbeiten gehörten die umfangreiche Instandsetzung der Gebäudehülle, verbesserter Brandschutz, eine energetische Sanierung sowie der Umbau von Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroanlagen, wie die Senatsverwaltung in einer Mitteilung am Freitag verkündet. Wegen des großen Umfangs und der alten Bausubstanz dauerte die Sanierung deutlich länger als geplant, heißt es weiter.
Tatsächlich war der Ostflügel des Hauptgebäudes der HU seit 2016 gesperrt. Erst sollten die Arbeiten 2018, dann 2020 fertig sein – letztlich wurde es 2026.
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Im Wintersemester 2026/2027 können Vorlesungen wieder im Audimax und im Kinosaal stattfinden – insgesamt bieten die beiden Hörsäle 1050 Sitzplätze, 600 im Audimax und 450 im Kinosaal, beide mit moderner Medientechnik ausgestattet. Das Hörsaalzelt auf dem Campus Nord, das während der Bauphase als Ersatz diente, wird Anfang November abgebaut.
Ostflügel der Humboldt-Universität: Kosten der Sanierung im hohen zweistelligen Millionenbereich
Im Dachgeschoss oberhalb des Audimax wurde zudem das Menzel-Dach saniert. Dort steht der praxisbezogenen Ausbildung im Fach Kunst- und Bildgeschichte künftig eine 400 Quadratmeter große Fläche mit Gesprächsforum, Zeichensaal, Druckmaschinen-Kabinetten, einer Dunkelkammer und einem Raum für Videoschnitt zur Verfügung. Die gesamten Sanierungskosten belaufen sich auf rund 86 Millionen Euro. In Kürze sollen weitere Einrichtungen der Humboldt-Universität in den Ostflügel einziehen.
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Der Ostflügel entstand zwischen 1913 und 1920 als Erweiterung des ursprünglichen Prinz-Heinrich-Palais, das König Friedrich Wilhelm III. 1809 der neu gegründeten Universität gestiftet hatte. Schon damals wurden dort das Audimax und ein darunter liegender Hörsaal (dem heutigen Kinosaal) eingerichtet. Nach weitgehender Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Flügel 1953/54 wieder aufgebaut. Bekanntestes Relikt dieser Zeit sind die 1962/63 von Walter Womacka gestalteten Glasfenster „Die Wissenschaft erobern“ in der Treppenhalle des Audimax.




