Wer schon immer wissen wollte, wie sich die Berliner U-Bahn vor über einem Jahrhundert angefühlt hat, kann es am Sonntag (18.10.) ausprobieren: An diesem Tag fährt ein historischer Zug der Baureihe A1 auf der sogenannten „Schöneberger U-Bahn“, der heutigen Linie U4 (Nollendorfplatz – Innsbrucker Platz).

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Möglich macht das der Verein Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn e.V. Der Oldtimer aus dem frühen 20. Jahrhundert ist ab etwa 12 Uhr für vier bis sechs Stunden mit zusätzlichen Fahrten auf der Linie unterwegs. „Die Fahrt findet im regulären Linienbetrieb mit Halt an allen Unterwegsbahnhöfen statt“, teilte der Verein mit. Für die Mitfahrt genügt ein gültiges Ticket, ein Sonderfahrschein ist nicht nötig.

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U-Bahn wurde 1902 zum ersten Mal eingesetzt

Die Wagen der Baureihe A1 gehören zur ersten Fahrzeuggeneration der Berliner Kleinprofil-U-Bahn (so heißen die Linien mit schmaleren Tunneln und Wagen, zu denen auch die U4 zählt). Sie wurden ab 1902 eingesetzt und prägten mit ihren charakteristischen gelben Wagenkästen über viele Jahrzehnte das Bild der Berliner U-Bahn.

Die Fahrzeuge erlebten auch den Zweiten Weltkrieg und die anschließende Teilung der Stadt. Im Osten Berlins waren sie sogar noch bis 1989 im Einsatz. In ihrer langen Dienstzeit wurden die Wagen mehrfach modernisiert und an neue technische Anforderungen angepasst. Einige Exemplare sind erhalten geblieben und erinnern heute an die Anfänge des Berliner U-Bahn-Verkehrs.