Ein geplantes Gespräch zwischen dem Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano und Vonovia-Vorstandschef Luka Mucic über die Wohnungspolitik in Berlin ist gescheitert. Die Linke sagte das für den Dienstagmittag geplante Treffen eigenen Angaben zufolge kurzfristig ab, weil der Immobilienkonzern die Teilnahme eines Journalisten abgelehnt habe und auf ein Gespräch hinter verschlossenen Türen bestehe.

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Dabei sei von Anfang an „ein unabhängiger Journalist auf Initiative von Vonovia selbst in die Kommunikation eingebunden und Teil der Abmachung” gewesen. „Ich bedauere, dass Vonovia die Vereinbarung gebrochen hat”, sagte Pantisano.

„Mietenmafia”: Linken-Chef Luigi Pantisano hält nicht viel von Vonovia. (Archivbild)
„Mietenmafia”: Linken-Chef Luigi Pantisano hält nicht viel von Vonovia. (Archivbild)© dpa | Michael Brandt

Vonovia widerspricht den Linken

Vonovia widersprach dieser Darstellung. Einer journalistischen Begleitung des vertraulichen Gesprächs habe man von Anfang an nicht zugestimmt, teilte Sprecherin Nina Henckel auf dpa-Anfrage mit. „Selbstverständlich hätten beide Seiten im Anschluss öffentlich über den Austausch sprechen können.”

Die Linke hat vor einigen Wochen die Abgeordnetenhauswahl in Berlin gewonnen und will im Kampf gegen die Wohnungskrise in der Hauptstadt große Immobilienkonzerne vergesellschaften. Die Partei greift Vonovia immer wieder direkt an und hält dem Konzern „unerklärliche Mieterhöhungen, undurchsichtige Nebenkostenabrechnungen oder monatelanges Warten auf längst überfällige Reparaturen” vor. Pantisano sprach mit Blick auf Vonovia von „organisierter Kriminalität, von Mietenmafia”.

Beide Seiten machten deutlich, dass sie grundsätzlich weiterhin zu einem Gespräch bereit seien.