Es sind beängstigende Szenen, die sich am vergangenen Wochenende am U-Bahnhof Hallesches Tor in Berlin abspielten: Bewaffnet mit Maschinenpistolen liefen zwei Polizeibeamte durch U‑Bahn-Waggons. Kurzzeitig richtete einer der Beamten die Waffe auf einen Fahrgast. Der hob schnell die Arme in die Höhe, wollte signalisieren: Ich bin es nicht. Denn: Die Beamten waren auf der Suche nach einer bewaffneten Person, wie die Polizei gegenüber dieser Redaktion bestätigte.
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Ein Fahrgast vom gegenüberliegenden Bahnsteig filmte die Szene und teilte das Video in den sozialen Medien. Wie die Polizei erklärte, hatte zuvor eine Frau gegen 0 Uhr die Notruftaste am Bahnsteig gedrückt und um Hilfe gebeten. Sie habe einen bewaffneten Mann gesehen, der einen anderen Fahrgast bedroht haben soll. „Es musste daher von einer Bedrohung mit Schusswaffe ausgegangen werden“, so ein Polizeisprecher.
Dementsprechend rückte die Polizei in der Nacht zum Freitag mit Maschinenpistolen aus – fand am Ende aber weder eine Person noch eine Schusswaffe. „Auch die Befragung von Fahrgästen vor Ort ergab nichts Auffälliges“, so der Sprecher. Im Netz sorgte das Video angesichts der bedrohlichen Szenen für reichlich Diskussionen. „Haben die da Tatort gedreht oder?“, kommentierte ein Nutzer, während ein anderer anmerkte: „Ich habe nur gerade darüber nachgedacht, wie laut das wohl ist, wenn die da drinne schießen müssen.“



