Zum Artikel „Giffey warnt vor dem Gang der SPD in die Opposition“ vom 5. Oktober und weiteren Artikeln
Um sich an den Spruch von Müntefering „Opposition ist Mist …“ zu halten, ist es jetzt zu spät. Das hätte die SPD tun müssen, bevor sie Giffey und Hikel abgeschossen haben. Die Nachfolgeorganisation der PDS ist völlig dogmatisch und kompromisslos und konnte nur so stark werden, weil die SPD so schwach war. Abgesehen von der Antisemitismus- und Clan-Problematik wird die Linke ihre Enteignungsspinnereien als Bedingung für eine Beteiligung machen und das alleine sollte für die SPD das Ausschlusskriterium für eine Regierungsteilnahme sein. Was Frau Reiche von der CDU veranlasst, vor einer linksgeführten Landesregierung zu warnen, ist zwar legitim, aber wenn ihre Partei in Berlin einen besseren Job gemacht hätte, würde die politische Landschaft besser aussehen.
Dietmar Astfalk, per Mail
Nach der Berliner Wahl macht es den Anschein, dass die SPD wieder Steigbügelhalter für die Linke werden will, aber dieses Mal so, dass eine linke Regierende Bürgermeisterin wird, also dann ganz Berlin regieren darf. Mielke und Honecker würden triumphieren. Ich empfinde es als dermaßen verantwortungslos, wenn das passieren sollte. Obwohl die SPD ja im Grunde dafür gesorgt hat, dass die Linke so stark wird, indem sie das Wahlrecht schon ab 16 Jahren in Berlin eingeführt hat. Aber wenn über solche Tatsachen nicht berichtet wird vonseiten der Presse, dann habe ich erhebliche Zweifel, an der Unabhängigkeit des Journalismus. Und aufgrund dessen sehe ich es so: Kritische Berichte werden nicht gerne veröffentlicht. Sie könnten ja so „rechts“ sein.
Monika Bohm, per Mail
Man stelle sich vor, die AfD hätte Kontakte zu kriminellen Clans, zu antisemitischen Vereinen oder Personen. Ein Verbotsverfahren wäre längst eingeleitet. Aber bei den Linken? Nichts! Grüne und SPD wollen sogar mit ihnen zusammenarbeiten. Das ist die Heuchelei der „Demokraten“. Das trägt auch zur Spaltung bei.
Wolfgang Lust, per Mail
Zum Artikel „12.000 Galeria-Beschäftigte müssen erneut bangen“ vom 5. Oktober
Galeria Kaufhof beantragt zum vierten Mal in sechs Jahren Insolvenz, bestimmt wieder in Eigenverwaltung. Zum vierten Mal soll also die Arbeitsagentur für drei Monate die Gehälter aller Angestellten übernehmen. Dieses Instrument wird leider zunehmend von schwächelnden Unternehmen genutzt, um sich zu sanieren. In letzter Zeit auch vielfach von Krankenhäusern. Dafür war die Insolvenzgeldumlage ursprünglich nicht gedacht.
Robin Krusche, per Mail
Aus meiner Sicht als Kunde wollen die Galeria-Chefs keinen Standort erhalten. Die Mitarbeiter haben wohl die Anweisung, jeden Kunden ins Internet zu drängen. Die Standorte dürfen offenbar keine vom Kunden gewünschte Ware zu einem Standort bestellen. Ich habe den Rat befolgt und im Internet gekauft. Galeria war mir zu teuer. Schönen Gruß an die „hohen Herren“ von Galeria:
Thomas Mesche, per Mail
Hier lesen Sie mehr Leserbriefe an die Berliner Morgenpost
Zum Artikel „Kanzleramt stoppt Klingbeils Zuckersteuer“ und zum Kommentar „Erst Pflege, jetzt Zucker“ vom 2. Oktober
Das Thema Zuckersteuer ist offenbar gar nicht verstanden bzw. ungeschickt kommuniziert worden: Es ging nicht um steuerliche Mehreinnahmen, sondern um Gesundheit. Zudem führen die Schäden durch zu viel Zucker jährlich zu Gesundheitskosten von 12 Milliarden Euro. In Großbritannien ist der Zuckergehalt schon seit Jahren dank Zuckersteuer reduziert worden – wodurch z. B. Joghurt, Coca-Cola oder Kuchen und Gebäck viel besser als in Deutschland schmecken. Schade um die verpasste Chance.
Roxana Lyzhyshkowa, per Mail
Das Aussetzen der Zuckersteuer stimmt fassungslos, wenn man bedenkt, dass mehr als jeder zweite Erwachsene hierzulande übergewichtig und etwa jeder Sechste gar fettleibig ist. Aber auch, wenn man beobachtet, wie viel und vor allem wo überall Zucker drin ist. Wenn bereits Kinder mit bunter Werbung zu Zuckerjunkies herangezüchtet werden und für ein noch teureres Gesundheitssystem sorgen, ist es nicht nur fahrlässig, dem keinen Riegel vorzuschieben, es zeigt auch, wie viel Macht die Zuckerindustrie hat. Zucker ist viel zu billig, viel zu lasch kontrolliert und vor allem zu massiv beworben. Man darf gespannt sein, was nach Klingbeils neuem Entwurf von der ursprünglich überfälligen Zuckersteuer übrig bleibt.
Constanze Meyer-Roick, per Mail
Zum Artikel „Gefahr durch Raser vor Grundschule“ vom 5. Oktober
Warum tun sich die Verantwortlichen in Berlin so schwer, die Kinder in der Nähe von Grundschulen
zu schützen? Dieses Thema taucht leider immer mal wieder auf, vor allem dann, wenn es zu einem Unfall gekommen ist. Ein Blick über die Landesgrenzen (Frankreich, Niederlande, Dänemark, Spanien) genügt, um zu sehen, was getan werden kann und muss. Man kann nur böse werden, wenn man sieht, dass die Politik hier seit vielen Jahren versagt. Hauptsache, die Autofahrer kommen schnell an ihr Ziel. Die Sicherheit unserer Kinder kommt leider zu kurz.
Frank Hoffmann, per Mail
So erreichen Sie die Leserbriefredaktion
Berliner Morgenpost,
Redaktion, Brieffach 3110,
10874 Berlin
Telefon: 030-8872 77887
E-Mail:
leserbriefe@morgenpost.de
Internet:
www.morgenpost.de
Wir geben die Meinung unserer Leserinnen und Leser wieder, nicht die der Redaktion. Wegen der großen Zahl an Briefen, E-Mails und Kommentaren bei Facebook ist es uns leider nicht möglich, jede Meinungsäußerung zu veröffentlichen oder zu beantworten. Die Redaktion der Berliner Morgenpost behält sich vor, diese zu kürzen.


