Zum Artikel „Berliner Schulleiter verrät in einem Buch, warum er keinen Schüler aufgibt“ vom 12. September

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Man möchte fast Mitleid haben mit einer Bildungsverwaltung, die glaubt, ein einzelner Lehrer könne als Trumpf sämtliche Brandherde löschen. Engin Catik wird inzwischen so routiniert als Joker gezogen, dass man sich fragt, ob im Haus der Senatorin überhaupt noch andere Karten im Spiel sind. Und nun hat er auch noch ein Buch geschrieben. An der Johanna‑Eck‑Schule sorgte er wieder für Ruhe – natürlich. Und an der Bergius‑Schule wurde er von der Senatorin derart gehypt, dass man meinen könnte, er sei eine Mischung aus Krisenmanager, Schulflüsterer und pädagogischem Superhelden. Die Botschaft: Jahrelang ignorierte Probleme? Kein Thema, Catik kommt, und alles wird gut. Sein Engagement ist ohne Frage beeindruckend, und dafür gebührt ihm Respekt. Doch ebenso beeindruckend ist die Leichtfertigkeit, mit der die Verwaltung ihn als Allzweckwaffe einsetzt, um den Eindruck zu erwecken, man habe die Lage im Griff. Statt weiter vor Ort zu wirken, soll Catik nun eine leitende Position im frisch gegründeten Berliner Lehrerbildungsinstitut übernehmen – jenem Institut, dessen erste Leiterin bereits nach wenigen Monaten entnervt das Weite suchte. Offenbar hofft man, Catik könne auch dort als Heilsbringer dienen. Man könnte fast meinen, die CDU-geführte Bildungsverwaltung habe eine neue Personalstrategie entwickelt: Wenn’s brennt, einfach Catik rufen. Wenn’s überall brennt, Catik befördern. Und wenn’s trotzdem weiter brennt – tja, dann war eben nichts mehr zu machen.

Dr. Rüdiger Barney, per E-Mail

Zum Artikel „Umfrage: 78 Prozent lehnen Merz ab“ vom 13. September

Der geringe Rückhalt für Friedrich Merz innerhalb der Bevölkerung kommt wenig überraschend. Schließlich liegt ein Hauptproblem des Bundeskanzlers vor allem darin, dass ihm eine positive Zukunftsvision für eine bessere Gesellschaft fehlt, um gerade die in einer Krise so wichtige Zuversicht glaubhaft auszustrahlen. Zudem darf sich die CDU nicht wundern, wenn immer mehr Menschen ihr den Rücken kehren, wenn sie – wie etwa mit ihrer Forderung nach einem ärztlichen Attest für den ersten Krankheitstag – ausgerechnet diejenigen brüskiert, die mit ihrem Einsatz die Wirtschaft am Laufen halten. Deshalb bedarf es hier in jedem Fall einer besseren Fehlerkultur im Konrad-Adenauer-Haus, da nur Reformen, die auch wirklich als fair empfunden werden, die politische Mitte stärken.

Rasmus Ph. Helt, per E-Mail

Warum glauben die Menschen eigentlich, dass Merz für alles schuld ist, was in der Regierung läuft oder auch nicht? Merz ist natürlich verantwortlich, aber die Arbeit macht die Regierung im Ganzen und die Ministerien. Wenn notwendige Reformen von der Regierung beschlossen werden, weil schlicht Geld fehlt, dann ist das zwingend. Es ist egal, ob das allen gefällt, die dadurch belastet werden. Wenn die Reformen dann von der SPD als Opposition in der Regierung verschleppt werden, ist auch nicht Merz schuld, sondern die Partei von Bas. Wenn Klingbeil die Steuerreform anders umsetzt als versprochen, ist das nicht die Schuld von Merz. Es ist auch nicht die Aufgabe von Merz, die Gasspeicher zu füllen, sondern die von Ministerin Reiche. Man muss Merz nicht mögen, aber man sollte für Kritik schon die richtigen Ansprechpartner suchen.

Robin Krusche, per E-Mail

Zum Artikel „Radwege, Ladesäulen, Mieten, Müll: Es gibt noch Luft nach oben in Berlin“ vom 13. September

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Unter Leitung von Herrn Schomaker haben Bürger mit Redakteuren der Morgenpost bei einem Brunch über Wahlkampfthemen diskutiert. Themen waren Wohnen und Verkehr. Die vielen Wortmeldungen zeigten die unterschiedlichen Meinungen und Lösungsansätze und machten klar, dass eine einfache Lösung nur möglich ist, wenn man auf viele Menschen keine Rücksicht nimmt. Andererseits: Wenn man Einzelfallgerechtigkeit will, dann kommt nichts voran. Eine gelungene Veranstaltung. Vielen Dank. Zu erwähnen ist noch, dass die Speisen im Restaurant „Tomaso“ in Lichterfelde hervorragend mundeten und das Restaurant die Veranstaltung bestens vorbereitet hatte.

Horst Ahlers, per E-Mail

Zum Kommentar „Fadenscheinige Begründung: Der Mietspiegel lässt zu viel Interpretationsspielraum“ vom 12. September

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Solange es da keine verbindlichen Qualitätsmerkmale für eine Mieterhöhung gibt, wird es auch immer Vermieter geben, die diesen Spielraum weidlich ausnutzen. Da an die Vernunft zu appellieren, wird nur selten sinnvoll sein. Zum Glück gibt es aber auch unter den Eigentümern von Mietshäusern Bürger, die wissen, wo angesichts der allgemeinen Preisentwicklung eine Mieterhöhung vertretbar ist. Für den Mieter und den Vermieter. Großen „Wohnkonzernen“ sind solche Überlegungen offenbar völlig fremd.

Rudolf Manig, per E-Mail

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