Der Worst-Case ist eingetreten – und wird wohl immer schlimmer. Vergangenen Freitag hatte die Cyberattacke auf das Berliner Landesnetz ernste Konsequenzen. Die von der kriminellen Hackergruppe Rhysida gestohlenen Daten wurden veröffentlicht. Nun ist ein weiteres Datenpaket im Netz gelandet.
Auch interessant
Zugangsdaten veröffentlicht: Senatskanzlei verschärft Sicherheitsmaßnahmen
Darüber informiert die Senatskanzlei des Landes Berlin am Sonntagabend in einer Mitteilung. Die Veröffentlichung sei in der Nacht zu Sonntag geschehen. „Gegenstand der neuen Veröffentlichung der Angreifer auf das Landesnetz Berlin sind unter anderem Zugangsdaten. Die zuständige Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat daher am heutigen Sonntag, 6. September 2026, die bereits bei der ersten Veröffentlichung adressierten Maßnahmen im Rahmen der neuen Erkenntnisse überprüft und vorsorglich in einigen Aspekten nachgeschärft“, heißt es weiter.
Auch interessant
Diese weiteren Maßnahmen könnten nun bei der Nutzung der betroffenen Senatsseite zu Problemen führen. „Alle Nutzerinnen und Nutzer werden darüber informiert“, so die Senatskanzlei.
Hackerangriff auf Berliner Senatsverwaltung bleibt mit Folgen für Bürger
Auswirkungen seien auch für Bürgerinnen und Bürger möglich, sagte eine Senatssprecherin auf dpa-Anfrage. Dazu, um welche Fachverfahren es geht und um welche konkreten Maßnahmen, machte sie keine Angaben. Ein Fachverfahren ist zum Beispiel das Beantragen und Bewilligen von Wohngeld.
Die Hacker hatten sich vom 7. bis zum 12. August unbemerkt Zugang zu Teilen des Berliner Landesnetzes verschafft und Daten abgeschöpft. Betroffen waren die Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr. Die Verwaltung bemerkte den Angriff am 14. August und machte ihn drei Tage später öffentlich.
Auch interessant
Die Hacker-Gruppe Rhysida forderte 30 Bitcoin, umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Der Senat zahlte nicht, die Cyberkriminellen veröffentlichten die Daten nach Ablauf ihres Ultimatums. Darunter sind personenbezogene Daten wie Arbeitsverträge oder Bewerbungsunterlagen. Laut Medienberichten und der Einschätzung von IT-Experten könnten allerdings auch hochsensible Daten geleakt worden sein, die für den Schutz kritischer Infrastruktur und die Sicherheit von Bund und Ländern relevant sind.
jcst mit dpa




