Golf macht glücklich. Das bestätigt jeder Golfer – auch nach einer verkorksten Runde. Vielleicht geben Golfer deshalb gern etwas von diesem Glück ab. Beim 16. Charity-Turnier des Lions Club Berlin-Metropolis auf der Anlage am Seddiner See zählte nicht der Sieg. Es ging um den Spaß und das Spendensammeln. Am Ende stand ein Erlös von 46.000 Euro.

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86 Lions-Freunde und ihre Gäste spielten Zweier-Scramble. Beide Spieler schlagen, und der bessere Ball wird weitergespielt. So ließ sich der Seddiner Südplatz mit seiner Bunkerlandschaft und den schnellen Grüns besser bewältigen. Dazu konnten vorab gegen eine Spende „Mulligans“ gekauft werden. Also die Chance, einen schlechten Schlag zu wiederholen. Das entspricht nicht dem strengen Golfregelwerk von St. Andrews, macht aber jeden Golfer glücklich und sorgte für zusätzliche Spendeneinnahmen.

Designer-Sessel bringt durch Auktion dreifachen Erlös für guten Zweck
An Bahn 11, einem Par 3, wartete die frühere Profigolferin Ann-Kathrin Fischer. Wer spendete, ließ sie abschlagen. Lag ihr Ball näher an der Fahne als der eigene, konnten die Spieler das Loch mit ihrem Ball zum Birdie oder Par zu Ende spielen.
Die meisten Spenden kamen am Abend im Clubhaus zusammen, bei Tombola und Versteigerung. Die Lions-Freunde erwiesen sich als sehr großzügig: Mike Schrobsdorff und sein Sohn Justin ersteigerten nacheinander einen Designer-Sessel für je 7500 Euro – und gaben ihn beide Male zurück in die Auktion. Den Zuschlag bekam am Ende Lions-Präsident Thorsten Haase für das gleiche Gebot. Der Eames Chair brachte so den dreifachen Erlös.

Insgesamt kamen 46.000 Euro zusammen. „Das ist tatsächlich ein neuer Rekord für unser Charity-Turnier. Wir sind überzeugt, dass das Geld gut angelegt ist“, meinte Thorsten Haase. Als Spendenempfänger hatte der Lions Club Berlin-Metropolis in diesem Jahr das Haus Jona und Berliner helfen e. V. – den Verein der Berliner Morgenpost – ausgewählt. Sie erhielten jeweils eine Spende über 18.000 Euro. Der DLRG Neukölln bekam 10.000 Euro als Spendenbeitrag für ein neues Rettungsboot auf dem Wannsee.
Spendenaktion ermöglicht Ferien für Kinder aus sozial schwachen Familien
„Wir sind überwältigt und sehr glücklich über diese großartige Unterstützung“, sagte Angelika Bier. Sie hat das Haus Jona in Staaken gegründet, in dem Kinder und Jugendliche fürsorglich betreut und gefördert werden. Berliner helfen e. V. bezahlt mit der Spende Ferien und Ausflüge für Kinder aus finanziell schwachen Familien. Golf macht eben nicht nur Golfer glücklich.





