Der Herbst steht vor der Tür und viele Berlinerinnen und Berliner werden bald schon wieder die Heizung aufdrehen. Zu blöd, wenn sie nicht gleich anspringt. Dann zählt, dass schnell jemand kommt, der weiß, was zu tun ist.
Einer von ihnen ist Sven. Der 59-Jährige nennt das, was er tut, KI – kleine Instandsetzungen. Und schiebt nach: „Hier brauchst du keine künstliche Intelligenz. Aber du musst mit Menschen umgehen können.“ Seit anderthalb Jahren arbeitet er bei Vonovia in Berlin, davor 32 Jahre lang bei einer Malerfirma. Er sorgt dafür, dass Heizungen wieder laufen, Fenster wieder schließen und Türen nicht mehr klemmen. Manche Wohnungen kennt er besser als die Leute, die darin wohnen. Zum Job gehöre auch, Erwartungen zu dämpfen. Wer eine kaputte Wand meldet, bekommt die Wand gestrichen, nicht das ganze Zimmer. Dann müsse man mit der Enttäuschung umgehen, dass weniger gemacht wird, als jemand erwartet hat. „Das ist aber bei jeder Wohnungsgesellschaft so.“
Fachkräfte werden gebraucht

An Svens Seite arbeitet Tobi, der bei Vonovia eine Ausbildung absolviert. Er lernt in der Handwerksakademie in Lichtenberg, die Platz für bis zu 220 Auszubildende im Jahr bietet. Auf rund 3000 Quadratmetern lernen Auszubildende Anlagenmechanik, Elektro, Fliesen und Malerei. Für junge Menschen ist sie ein Ort, an dem sie einen Berufsabschluss erwerben und praktische Erfahrung sammeln. Für Vonovia bedeutet Ausbildung zugleich, Nachwuchs für die Arbeit im eigenen Berliner Wohnungsbestand zu gewinnen.
Denn der Bedarf an qualifizierten Fachkräften wie Sven und Tobi wächst. Im Dezember 2025 fehlten laut IHK in Berlin rund 59.000 Fachkräfte. Fast 22 Prozent der offenen Stellen blieben unbesetzt. Gleichzeitig hatten 2025 rund 2,9 Millionen Menschen zwischen 20 und 34 Jahren keinen Berufsabschluss. Das ist etwa jeder Fünfte in dieser Altersgruppe.
Nachwuchs für Berlin
Den Fachkräftemangel löst kein einzelnes Unternehmen. Aber eine steigende Anzahl an Azubis trägt dazu bei: Letztes Jahr wurden laut Handwerkskammer Berlin 8143 Ausbildungsverträge abgeschlossen, knapp sieben Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Bei Vonovia haben dieses Jahr 69 junge Menschen in Berlin ihre Ausbildung in der Handwerksakademie begonnen. Für die Mieterinnen und Mieter in den rund 130.000 Haushalten, die Vonovia in Berlin bewirtschaftet, heißt das: Wenn etwas kaputt ist, kommt jemand – Tobi und Sven oder eine andere Kollegin aus dem eigenen Kundendienst. Das ist wichtig, denn in einem Bestand dieser Größe gibt es täglich viel zu tun: Reparaturen, Instandsetzungen und weitere Arbeiten, bei denen Erfahrung und handwerkliches Können gefragt sind.
Handwerker sind unverzichtbar

Wie wichtig die Monteure sind, weiß auch Steffi Kluth. Als Standortleiterin verantwortet sie den Standort Berlin Nord mit 109 Mitarbeitenden, darunter rund 70 Monteure. „Die Handwerker sind unsere Augen“, sagt sie. Vom Büro aus sehe man nicht, was in den Häusern los ist. Die Monteure sind vor Ort und geben ihre Einschätzung an das Team weiter. Für Kluth sind sie damit ein unverzichtbarer Teil des Kundendienstes – und für die Mieterinnen und Mieter oft diejenigen, die dafür sorgen, dass ein Problem schnell gelöst wird. So wie eine Heizung, die nicht anspringt.
Info & Kontakt
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berlin.vonovia.com


