Innerhalb von zwei Wochen steht das nächste Himmelsspektakel bevor. An diesem Freitag (28. August) ist gegen halb fünf in der Früh eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Erst am 12. August konnten Menschen in weiten Teilen Europas eine Sonnenfinsternis beobachten.

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Dieses Mal schiebt sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Mond und Sonne. So wandert die Mondkugel durch den Schatten der Erde und wird verfinstert. In diesem Fall tauchen allerdings nur 93 Prozent der sichtbaren Mondoberfläche in den Schatten ein. Deshalb bleibt das besonders beeindruckende Blutmond-Phänomen, bei dem sich der Himmelskörper tiefrot einfärbt, aus. Was Berlinerinnen und Berliner beachten sollten.

Mondfinsternis beobachten: Beste Sicht im Berliner Umland am Morgen

Um die Mondfinsternis genießen zu können, kommt es laut Monika Staesche aus dem Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin auf die drei Ks an: „Koffein, klares Wetter und eine gewisse kinetische Energie, damit man aus dem Bett kommt.“ Die größte Herausforderung sind nach ihren Worten die Wolken. In Berlin und dem südlichen Brandenburg sehe es bislang nicht schlecht aus, dass der Mond zu sehen sein werde. Da der Erdbegleiter sehr tief stehen werde, benötige man auch einen freien Blick Richtung Südwesten und Westen.

Ab 3.22 Uhr beginnt das Ereignis, richtig gut zu sehen soll es in Berlin ab 4.33 Uhr sein, die maximale Verfinsterung ist von Berlin aus um 6.12 Uhr erreicht. Die Wilhelm-Foerster-Sternwarte am Insulaner öffnet ab 4.30 Uhr ihre Terrasse. Der Leiter des Urania-Planetariums in Potsdam, Simon Plate, empfiehlt, ab 5.00 bis 5.30 Uhr in Brandenburg in den Himmel zu schauen: „Dann ist der Himmel noch nicht so hell, und der teils verfinsterte Mond hebt sich besser vom Hintergrund ab.“

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Wer sich nicht in Richtung Sternwarte oder Planetarium aufmachen möchte, dem wird empfohlen, sich einen dunklen Platz mit freier Sicht nach Südwesten zu suchen – im besten Fall ohne Bäume oder Gebäude am Horizont. Vorteilhaft sind außerdem erhöhte Plätze, entweder natürliche Anhöhen oder Gebäude. Laut Wetterexperte Ingo Betram lässt sich das Phänomen am Freitag in Berlin und Brandenburg ganz gut beobachten, sagte er dem RBB. Doch zögen von Westen her Schleierwolken auf, die Probleme bereiten könnten. Die besten Voraussetzungen hätten demnach Menschen in Ostbrandenburg.

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Dass eine Mondfinsternis so kurz nach einer Sonnenfinsternis auftritt, ist tatsächlich nicht ungewöhnlich, sondern die Norm. Sie treten oft als Paar auf. Denn nur wenn der Mond eine bestimmte Umlaufbahn durchläuft, können die Himmelspektakel auftreten. Daher kommt es innerhalb von zwei Wochen auch zu jenen Finsternissen.

Mondfinsternis am Freitagmorgen: Brauchen Frühaufsteher etwa eine Schutzbrille?

Eine Verdunkelungsbrille wie bei der Sonnenfinsternis brauchen Interessierte nicht, dafür ist das vom Mond reflektierte Sonnenlicht zu schwach. Die Finsternis ist gut mit bloßem Auge zu sehen, noch besser allerdings mit einem Fernglas. Durch die sogenannte Mondtäuschung sieht der tiefstehende Mond dabei zudem besonders groß aus.

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Hobbyfotografen können ihre Teleobjektive bereithalten, um den verdeckten Mond festzuhalten. Mit Smartphones sind natürlich ebenfalls Fotos möglich. Weil das Bild insgesamt allerdings dunkel geraten dürfte, verlängert die Fotografie-Software häufig die Belichtungszeit – die Folge sind verwackelte Bilder. Abhilfe können ein Stativ oder eine sonstige feste Standhilfe bieten.

dpa/jcst