Essen wie Gott in Deutschland – oder doch eher ein luxuriöser Gaumenschmaus für den Vierbeiner? Wenn es um die Lieferung von Speisen geht, zeigt sich Deutschland und nicht zuletzt Berlin gern von seiner wilden Seite. Dies geht aus den Daten hervor, die Lieferando am Mittwoch veröffentlichte.

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Laut Deutschlands führendem Onlinemarktplatz für Essensbestellungen stehen in der Hauptstadt Amerikanisch, Italienisch, Japanisch, Asiatisch und Indisch ganz oben in der Gunst der Kunden. Dabei machen in erster Linie Cheeseburger, Smash-Burger und Bathura, das indische frittierte Fladenbrot, das Rennen.

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Aufsteiger ist die indonesische Küche. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Bestellungen um 32 Prozent. Auch knusprige Röstisticks, die in der Mitteilung der Schweizer Küche zugeordnet werden, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – plus 14 Prozent.

Skurrile Lieferungen: 98 Schokopuddings und 67 Dosen Lachspastete

Doch Berlin wäre nicht Berlin, wenn es nicht auch ausgefallene Bestellungen geben würde. Eine Einzelbestellung umfasste demnach 98 Schokopuddings. Damit kann Berlin in Sachen skurrile Wünsche mit anderen Großstädten des Landes locker mithalten. In Köln und Frankfurt wurden 99 Cheeseburger bzw. 91 Hamburger bestellt. Und in Hamburg wurden 67 Dosen Lachspastete geordert – für Katzen.

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Den Döner sucht man in der Liste der beliebtesten Bestellungen vergeblich. Nachvollziehbar, wird der Döner doch vor allem direkt im Laden gekauft und meist auch verzehrt. Am Status der Döner-Hauptstadt Berlin ändert dies nichts.

Die teuerste Bestellung kommt aus Berlin

Wenn es um die teuerste Bestellung geht, ist Berlin wiederum nicht zu schlagen. Die teuerste Lieferando-Bestellung des Jahres hatte einen Gesamtwert von 7210 Euro. Geliefert wurden fünf MacBooks und zwei iPhones.

Auch in Hamburg, Köln und Frankfurt führen Smartphones die Spitze der teuersten Lieferungen an. Nur München setzt auf besonders kostspielige Gaumenfreuden: Eine Feinkost-Bestellung über 6510 Euro hatte Kaviar, Käse und eine Flasche 2007er Echezeaux-Wein für alleine 3800 Euro als Inhalt.

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„Unsere Daten zeigen einen spannenden Wandel in der urbanen Esskultur: Kulinarische Tradition trifft auf ständige Inspiration. Berlin ist schnelllebig im Ausprobieren und Essgewohnheiten ändern sich hier sehr dynamisch“, sagt Lennard Neubauer, Geschäftsführer von Lieferando Deutschland: „Gleichzeitig verändert sich die Rolle des Lieferservices selbst. Wenn von der Mahlzeit bis zur Elektronik alles geordert wird, ist das ein starkes Zeichen für mehr Flexibilität im Alltag.“