Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat dem Hersteller Rheinmetall schwere Vorwürfe wegen mangelhafter Schutzplatten in Polizei-Westen gemacht. „Es ist ein absolut nicht hinnehmbarer Qualitätsmangel bei einem Produkt der Firma Rheinmetall“, sagte sie im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

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Spranger bezeichnete den Vorgang als „skandalös“. Mehr als 5200 im Jahr 2017 hergestellte Platten zum Schutz vor Schüssen hätten teilweise schon vor Ablauf der zehnjährigen Garantie ihre Schutzwirkung verloren. Bei Prüfungen und Kontrollbeschüssen sei es zu Durchschüssen gekommen. Das sei „ein Versagen von Rheinmetall“. „Ich habe eine klare Erwartung: Rheinmetall muss den Schaden, der der Polizei entstanden ist, sehr zügig ausgleichen“, fügte Spranger hinzu.

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Berliner Polizei bestellt neue Schutzplatten für 1,2 Millionen Euro

Die Rüstungsfirma, die in den vergangenen Jahren von öffentlichen Aufträgen stark profitiert und hohe Gewinne gemacht habe, müsse den Schaden unverzüglich ausgleichen, betonte Spranger. Dazu werden sie sich mit den Zuständigen bei Rheinmetall treffen, um die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen zu untermauern. Für den Übergang habe die Berliner Polizei 2000 neue Schutzplatten für 1,2 Millionen Euro bestellt. Sie sollen auch gegen Beschuss mit Sturmgewehren wie Kalaschnikows sicher sein.

dpa