Rund 50 Kilometer von Berlin entfernt ist ein Wirbelsturm am Mittwochnachmittag durch den Ort Fürstenwalde (Brandenburg) gefegt. „Bei dem Ereignis in Fürstenwalde handelt es sich unzweifelhaft um einen Tornado“, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Anfrage der dpa mit.

Bilder, die dieser Redaktion vorliegen, zeigen mehrere umgestürzte Bäume. Auch das Dach eines Gebäudes scheint abgedeckt worden zu sein. Ein Baumstamm kam sogar durch die Decke durch. Die Feuerwehr und die Polizei waren bis in die Nacht im Einsatz.

Über die Stärke des Tornados, der gegen 17.15 Uhr tobte, lasse sich noch keine verlässliche Aussage treffen, da noch genauere Untersuchungen abgewartet werden müssten, hieß es.

„Nach Sichtung erster Schadensbilder kann aber mindestens von der Intensität IF1 nach der Internationalen Fujita-Skala ausgegangen werden“, das entspreche Windgeschwindigkeiten um 150 Kilometern pro Stunde. „IF1“ ist dabei die dritte von neun Tornado-Stärke-Stufen. Die Fujita-Skala dient der Schadensklassifikation für starke Winde.
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Tornado bei Berlin: Video zeigt, wie Wirbelsturm über Fürstenwalde fegt
Wie ein Sprecher des Lagezentrums in Potsdam sagte, seien einige Schäden entstanden, etwa weil umgestürzte Bäume Autos getroffen hätten. Nach Informationen des RBB ist ein fahrendes Auto von einem Baum getroffen worden. Die darin befindlichen Menschen seien leicht verletzt worden. Sie hätten ambulant versorgt werden können und seien dann entlassen worden. In sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder TikTok kursieren mehrere Videos des Sturms. Auf Aufnahmen ist auch zu sehen, dass die Dachziegel eines Hauses durch den Sturm abgerissen wurden.

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„Auf einmal kam so eine richtige Wolke an und dann habe ich gedacht: Oh, hier landet irgendwo ein Hubschrauber. Das ging so rasend schnell. Alles flog hier umher“, sagte eine Augenzeugin gegenüber dem RBB. Sie sei in ihr Haus am Paul-Frost-Ring gegangen und habe die Fenster geschlossen. „Das war Horror pur.“

Tornados sind in Deutschland selten, kommen seit einigen Jahren aber immer häufiger vor. Das hängt auch mit dem Klimawandel zusammen. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 46 Tornados bestätigt. Ein Tornado, auch Wind- oder Wasserhose genannt, ist laut dem deutschen Wetterdienst eine „Luftsäule mit Bodenkontakt, die um eine mehr oder weniger senkrecht orientierte Achse rotiert und sich unter einer cumuliformen Wolke befindet“.
mit dpa





