Stefan Evers bezieht nach dem Cyberangriff auf Berlins Verwaltung Stellung. Der CDU-Spitzenkandidat fordert eine zentrale Steuerung von IT und Digitalisierung in der Hauptstadt. „Ich trete dafür ein, dass wir ein zentrales Digitalbudget und einen Chief Digital Officer mit Durchgriff auf die Ressorts bekommen“, sagte Evers der Deutschen Presse-Agentur. Als Bundeshauptstadt sei Berlin besonders gefährdet. „Deshalb muss Cybersicherheit höchste Priorität haben. Wir sind täglich massiven Angriffen ausgesetzt“, erklärte der Finanzsenator.

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„Die dezentrale Ressourcenverantwortung steht oft im Weg. Die Vielzahl der Insellösungen in Berlin macht es unglaublich komplex, zu einer effizienten und schlagkräftigen IT zu kommen.“ Es sei heutzutage ganz anderes denkbar. „Das ist politisch aber ein Kraftakt“, so Evers.

Hackerangriff legte Berliner Senatsverwaltungen teilweise lahm

Nach einem Hackerangriff wurden die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz am vergangenen Freitag vom Landesnetz abgetrennt. Nach Angaben der Senatskanzlei sind Daten abgeflossen. In welchem Umfang ist noch unklar. Am Nachmittag will der Senat über die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen informieren.

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Seit 2022 soll das Sicherheitszentrum „Security Operations Center“ (SOC) dazu beitragen, Hackerangriffe auf das Landesnetz effektiver zu erkennen und abzuwehren. Es gehört zum IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ). Das landeseigene Zentrum betreut bislang nur einen Teil des Berliner Verwaltungsnetzes, an das die Behörden des Landes, Gerichte, Polizei und Feuerwehr angeschlossen sind.

dpa