Was lange währt, wird endlich gut: Für Schüler und Lehrer der Grundschule am Weißen See in Pankow hat das Warten endlich ein Ende. Nach acht Jahren und zahlreichen Verzögerungen bei der Sanierung öffnet die denkmalgeschützte Grundschule pünktlich zum neuen Schuljahr wieder ihre Türen, wie das Bezirksamt mitteilte.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Der Umzug aus dem bisherigen Ausweichquartier in der Falkenberger Straße soll zwischen dem 19. und 21. August erfolgen. Damit können Schüler und Lehrer pünktlich zu Schuljahresbeginn am 24. August wieder den Unterricht in dem neu sanierten Schulgebäude aufnehmen.

Auch interessant

Wiedereröffnung der Schule mehrfach verschoben worden

Bei Eltern und Kindern ist die Freude jedenfalls riesig, wie die Elternvertreterin Lena Birke gegenüber der Berliner Morgenpost betont. „Unsere Tochter ist noch im Urlaub, aber wir haben ihr eine Nachricht aufs Handy geschickt. Als Zweitklässlerin kann sie noch nicht so gut schreiben, trotzdem hat sie gleich geantwortet: ‚Ich freu mich so sehr auf die neue Schule‘“, berichtet die Mutter. Auch für das Kollegium freue sie sich – dass dieses endlich unter zeitgemäßen Bedingungen seiner Arbeit nachgehen könne.

„Wir haben nicht mehr so ganz daran geglaubt, dass es noch passiert, bevor die Kinder am Montag aus den Ferien zurück an die Schule kommen“, so Birke weiter. Erst am Abend des 16. Augusts informierte Schulstadtrat Jörn Pasternack (CDU) über den Umzug in das sanierte Schulgebäude. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Enttäuschungen gegeben, da geplante Wiedereröffnungen mehrere Male verschoben wurden. „Deswegen finde ich es voll in Ordnung, dass man uns erst dann Bescheid gegeben hat, als es wirklich sicher war“, sagt Birke.

Auch interessant

Für die Schule sei es nun ein großer Aufwand, den Umzug in einer Woche umzusetzen. „Wir aus Elternsicht sind mega dankbar, dass das Kollegium noch einmal alles gibt, dass die Kinder am Montag in dem sanierten Gebäude starten können“, so die Elternvertreterin der Grundschule am Weißen See.

Grundschule am Weißen See: Schüler und Eltern demonstrierten

Die langwierige Sanierung hatte bei Schülern und Eltern in den vergangenen Jahren für viel Frust gesorgt. Als die Wiedereröffnung im November 2025 zum fünften Mal verschoben wurde, machte die Gesamtelternvertretung (GEV) ihrem Ärger in einem offenen Brief an Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) Luft. Zudem demonstrierten rund 100 Eltern und Kinder vor dem Schulgebäude an der Amalienstraße mit Schaufeln und lautstarken Rufen.

Denn auch das Ausweichquartier in der Falkenberger Straße ist marode und bot in den vergangenen Jahren alles andere als ideale Lernbedingungen für die Schüler. Neben „denkmalrechtlichen und bautechnischen Anforderungen“, wie der Bezirk erklärt, seien auch Lieferengpässe, pandemiebedingte Einschränkungen und erhebliche Baupreissteigerungen ursächlich für die lange Sanierungszeit gewesen. Zwischenzeitlich erhielt die Grundschule am Weißen See gar die Bezeichnung „Millionengrab“, da sich die Gesamtkosten immer weiter steigerten und sich zuletzt im März 2026 auf satte 36,7 Millionen Euro beliefen.

rk, msc