Erstmals können sich wohnungslose Menschen heute (17.08.) direkt in einer Pankower Tagesstätte für die Wahl registrieren lassen. Die Aktion findet in der Tagesstätte Sozialprojekt Prenzlauer Berg der Immanuel Beratung statt, die sich in der Dunckerstraße befindet. Es handelt sich um ein Pilotprojekt des Pankower Wahlamts und der Diakonie. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann dort anschließend auch gleich per Briefwahl abstimmen. Mitarbeitende des Wahlamts und der Diakonie unterstützen die Besucher dabei.

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„Wir bringen das Wahlamt dorthin, wo die Menschen sind, die wir erreichen wollen. Die rechtlichen Vorgaben bleiben dabei bestehen“, teilte Marc Albrecht, Leiter des Bezirkswahlamts Pankow, mit.
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Die Abgeordnetenhauswahl in Berlin findet am 20. September 2026 statt. Diakonie-Direktorin Ursula Schoen erklärte: „Das Wahlrecht gilt unabhängig davon, ob ein Mensch eine Wohnung hat oder nicht. Auch unter schwierigen Lebensbedingungen muss der Zugang zur Wahl praktisch möglich sein.“
Wohnungslose können in dem Bezirk wählen, in dem sie sich am 35. Tag vor der Wahl, also in der Nacht vom 15. zum 16. August, aufgehalten haben. Wichtig ist, einen amtlichen Lichtbildausweis mitzubringen.
Die Stichtagsregelung stelle eine Hürde dar, so Schoen. „Das Verfahren sollte sich dahin entwickeln, dass Menschen ohne Meldeadresse in dem Bezirk wählen dürfen, in dem sie sich für gewöhnlich aufhalten.“
lth/dpa





