Die Affäre um den Kleingartenverband „Gartenfreunde Pankow“ erreicht die nächste Stufe: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen eine Familie erhoben, die in verschiedenen Positionen knapp eine Million Euro veruntreut haben soll.

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Die Ermittlungen richten sich demnach gegen eine 55 Jahre alte Frau aus Pankow, ihren 51-jährigen Ehemann sowie die 25-jährige Tochter, wie die Behörde mitteilte. Es geht demnach um gewerbsmäßige Untreue sowie Beihilfe zur Untreue in Hunderten Fällen.
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Der Staatsanwaltschaft zufolge war die Frau im Tatzeitraum von Januar 2020 bis Februar 2023 in dem Kleingarten-Bezirksverband Finanzvorständin. Ihr Ehemann war demnach beim Verband angestellt, die Tochter habe dort eine Ausbildung gemacht und sei danach zum Schein angestellt gewesen.
Geld auf eigene Konten überwiesen
„In dem Tatzeitraum soll die 55-Jährige Gelder des Verbands auf ihr eigenes Bankkonto, das Bankkonto ihres Ehemanns, deren Geschäftskonten und das Bankkonto ihrer Tochter transferiert haben“, teilt die Staatsanwaltschaft weiter mit. Die Überweisungen sollen demnach als Gehalt oder als Sonderzahlung markiert worden sein. Insgesamt sei dem Verband dadurch ein Schaden von mehr als 970.000 Euro entstanden.
Aufgeflogen ist der mutmaßliche Betrug den Behörden zufolge durch ein Mahnverfahren eines Straßen- und Grünflächenamts des Bezirks wegen Zahlungsrückständen des Kleingartenverbands im Jahr 2022. Der Verband musste schließlich ein Insolvenzverfahren durchlaufen, das inzwischen aufgehoben sei.
Über die Zulassung der Anklage der Staatsanwaltschaft muss den Angaben zufolge die Jugendkammer des Berliner Landgerichts entscheiden.
lth/dpa




