Mit einem kurzzeitigen Niederlegen der Arbeit möchten Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter der Berliner Frauenhäuser und Beratungsstellen auf den hohen Bedarf an Schutzplätzen aufmerksam machen. Bei der Kundgebung am Mittwoch vor dem Rathaus in Berlin-Schöneberg werde zudem an zwei Angriffe auf Frauen erinnert, teilte die Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen mit. Die Berliner Polizei erwartet rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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Am 21. Juli war laut Berliner Polizei eine 65-jährige Mutter von ihrem 43-jährigen Sohn tödlich verletzt worden. In der darauffolgenden Nacht sei eine 33-Jährige von ihrem Ex-Partner in einer Unterkunft für wohnungslose Menschen erst mit einem Messer angegriffen und anschließend angezündet worden. Sie habe mit Brandwunden und Schnittverletzungen überlebt.
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Mehr Plätze für Frauen und ihre Kinder gefordert
„Die Zustände in unserem Arbeitsfeld sind nicht mehr tragbar“, erklärte eine der Organisatorinnen der Aktion vorab, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte. Die Sorge um die Frauen, die keinen Schutzplatz fänden, sei nicht mehr zumutbar. Täglich müssten laut Berliner Initiative 10 bis 15 schutzsuchenden Frauen und ihren Kindern mitgeteilt werden, dass es keinen freien Platz für sie gibt.
Neben dem bundesweiten Ausbau von Frauenhäusern müssten unter anderem therapeutische Angebote für Betroffene sowie barrierefreie Zugänge zu Frauenhäusern ausgebaut werden. Auch verpflichtende Fortbildungen für Polizei, Justiz und Jugendämter zur häuslichen Gewalt sollten eingeführt werden, forderte die Protestgruppe vorab.
epd





