Die nervige Parkplatzsuche in der Hauptstadt soll mit der App Peuka etwas einfacher und komfortabler werden. Das versprechen zumindest die beiden Peuka-Gründer Malte Wussow und Christopher Gruber aus Kiel. Am 1. August startet ihre App offiziell in Berlin. Kurz vor dem Start ist das Angebot mit gut 100 Parkplätzen im Stadtgebiet noch recht überschaubar, der nächste freie Platz noch mindestens 1,6 Kilometer entfernt.

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In der App, die im März 2023 gestartet ist, sind in Berlin bislang nur private Parkplätze zu finden, zum Teil auch in Tiefgaragen, zu Preisen zwischen 40 Cent und 3 Euro pro Stunde. Es gibt auch Tages- und Monatsmieten. Wohnwagen abzustellen ist zum Teil erlaubt. Dazukommen sollen laut Peuka in Kürze auch öffentliche Parkflächen in Berlin. Die App soll Parkplatzanbieter und Parkplatzsucher zusammenbringen, so die Gründer. Private Parkplatzvermieter können ihn hier eintragen und die Preise festlegen. 75 Prozent der Einnahmen gehen an ihn, 25 Prozent nimmt Peuka als Provision. Schwerpunkte des Angebots sind neben Kiel (1400 Plätze) das nördliche Ruhrgebiet (523) und Hamburg (296).
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Reservieren lassen sich die Parkplätze auch mehrere Monate im Voraus, was die Parkplatzsuche überflüssig machen soll. Die digitalen Parktickets lassen sich verlängern oder beenden, wenn es mal etwas länger oder kürzer dauert als geplant.

Die jüngste Version der App hat 200 Bewertungen, überwiegend positiv
Um den Dienst auf dem Smartphone zu nutzen, muss der Nutzer in der App angemeldet sein, sein Kennzeichen eingeben und die Parkdauer einstellen. Bezahlt wird per Paypal, Kreditkarte oder Klarna, wobei man in der Regel einen Kreditvertrag eingeht. Die jüngste Version der App hat erst 200 Bewertungen, diese sind aber überwiegend positiv (4,4 von 5 Sternen).
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Das Hamburger Abendblatt nannte Peuka Ende April „das AirbnB für Parkplätze“. In der Tat sind die Beschreibungen der Parkplätze zum Teil sehr ausführlich, mit vielen Fotos und Hinweisen versehen („Bitte vorsichtig über den Bürgersteig“). Auch eine Bewertungsmöglichkeit fehlt nicht. Gesucht werden kann nach Lademöglichkeiten, Langzeit-Parkplätzen und Plätzen für Wohnmobile und Wohnwagen mit Übernachtungsmöglichkeit. Dafür gibt es bereits spezialisierte Camper-Apps, wie zum Beispiel Park4Night.
Harte Konkurrenz durch EasyPark, Parkster und Ampido
Auch der Markt der Parkplatz-Apps ist hart umkämpft: In Apples App Store finden sich Ende Juli etablierte Anbieter wie EasyPark, Parkster, Apcoa und Ampido. Easypark gibt es bereits seit 15 Jahren. Die App Parkopedia hat den Betrieb zum 1. Juli 2026 eingestellt. Es wird schwierig, in diesem Markt noch eine Lücke zu finden. Ähnlich schwer, wie eine Parkplatzsuche nach 19.30 Uhr in Charlottenburg.
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