In Berlin ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli gestiegen. 223.863 Menschen waren in diesem Monat arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das waren 3428 Arbeitslose mehr als im Juni. Ein Grund dafür sei der 30. Juni, der als typisches Kündigungsdatum gelte, hieß es weiter. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 10,4 Prozent. Im Juli 2025 lag die Quote den Angaben zufolge bei 10,3 Prozent.

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„Dass sich auf dem Arbeitsmarkt in der Sommerpause wenig tut, ist nicht überraschend. Dabei bräuchte es dringend einen Anstoß und eine Wende zum Besseren“, resümierte Alexander Schirp, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB). Das Umfeld für neue Arbeitsplätze sei derzeit alles andere als günstig: Die hohe Inflation bremse die Binnenwirtschaft. Die Exportwirtschaft leide unter immer neuen Zolldebatten mit den USA, der gesunkenen Nachfrage aus China und dem Iran-Krieg, erklärte er.

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Mehr junge Menschen in Berlin suchen einen Ausbildungsplatz

Unterdessen wurde neben den Arbeitslosenzahlen bekannt, dass in Berlin Ende Juli noch knapp 10.650 junge Menschen einen Ausbildungsplatz suchen. Das waren fast 900 Suchende mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. 

Doch das Angebot reicht längst nicht aus, um alle Interessierten zu versorgen. Mit rund 5560 offenen Stellen gab es im Juli den Angaben zufolge lediglich knapp halb so viele unbesetzte Ausbildungsplätze wie Bewerberinnen und Bewerber. 

„Im August und September müssen wir gemeinsam den Ausbildungsturbo zünden, um möglichst allen jungen Menschen, die eine Ausbildung suchen, den Einstieg zu ermöglichen“, teilte die Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Carina Knie-Nürnberg, mit.

dpa/JP