Zur Berichterstattung zum Anschlag auf dem CSD

Ich bin tief erschüttert über die schrecklichen Ereignisse beim CSD Berlin. Ein Tag, der für Liebe, Vielfalt, Sichtbarkeit und Zusammenhalt stehen sollte, wurde von einer unfassbaren Gewalttat überschattet. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien, Freundinnen, Freunden und allen, die das Erlebte mit ansehen mussten. Es macht mich traurig und fassungslos, dass Menschen, die friedlich für Akzeptanz und Gleichberechtigung zusammenkommen, Opfer von Hass und Gewalt werden. Heute trauere ich mit der queeren Community und mit allen Betroffenen. Ich wünsche den Verletzten viel Kraft und eine schnelle Genesung. Lasst uns trotz allem weiter für Respekt, Menschlichkeit und eine Gesellschaft einstehen, in der jeder Mensch ohne Angst leben und lieben kann.

Andrea Berchem, per E-Mail

Zuerst bedaure ich, was passiert ist. Geärgert habe ich mich, dass in den Nachrichten unser Regierender Bürgermeister zitiert wurde, dass er gesagt haben soll, dass man klären müsse, ob der Veranstalter alle Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen hat. Ich empfinde diese Aussage als Frechheit. Nicht ein Veranstalter muss für die Sicherheit der Bürger sorgen, sondern das ist Aufgabe der Politik und der Polizei. Nach dem Anschlag am Breitscheidplatz hat man zwar Poller über Poller errichtet, aber gegen die Verursacher solcher Anschläge scheint man ja nichts unternommen zu haben, wenn man weiß, dass der vermutliche Täter als Islamist bekannt war. Warum reagieren Polizei und Politik nicht, um so etwas zu verhindern?

Siegfried Werth, per E-Mail

Es fällt in der Tat nicht leicht, ein derartiges Verbrechen zu beurteilen, zumal wir ja nicht den ersten abscheulichen Anschlag dieser Art erleben mussten. Die Rede ist von einem den Behörden bekannten Extremisten, der vorhatte, in Syrien dem IS zu dienen. Nun dürfen wir davon ausgehen, dass es sich bei Abdul B. nicht um den einzigen gewaltbereiten Islamisten handelt, der die freiheitlichen Werte unserer Gesellschaft zu hassen scheint. Es wird auf Dauer schwer sein, diese Leute ausfindig zu machen, ohne die politischen Strukturen des Islam in Deutschland kritischer zu beleuchten als bisher. Es wird auch nötig sein, härter zu reagieren, sobald sich Anfangsmomente für eine solche Tat wie die zum CSD erkennen lassen.

Reiner Lübbe, per E-Mail        

Welch eine grausame Tat. Welch ein Leid. Wieder einmal. Was ich aber nicht mehr hören kann, sind Aussagen wie vom Regierenden Bürgermeister, dass wir uns unsere Freiheit und Lebensart nicht nehmen lassen. Wenn man allein die Sicherheitskonzepte für jedes kleine Dorffest anschaut, dann merkt jeder Bürger, dass wir uns bereits einschränken. Dies gab es früher nicht. Wieder einmal sieht man die Diskrepanz zwischen Spitzenpolitiker und Bürger. 

Jörg Meyer, per E-Mail

Zum Artikel „Wildes Personalkarussell bei der Union“ vom 25. Juli

Die Überschrift greift zu kurz. Schließlich besteht das Hauptproblem beim Personalkarussell der Union vor allem darin, dass hier neue, frische Gesichter fehlen. Friedrich Merz setzt in erster Linie auf ihm vertraute Personen, die wie zum Beispiel Nina Warken bei der von ihr als Gesundheitsministerin geplanten Attestpflicht für kranke Arbeitnehmer vom ersten Tage an bislang wenig Einsicht zeigen, dass sie mit ihren Entscheidungen am Ende nur den Populisten in die Karten spielen. Deshalb erscheint die Kurskorrektur im Kanzleramt beileibe noch nicht ausreichend, da sich nur mit einem deutlichen inhaltlichen Paradigmenwechsel Vertrauen zurückgewinnen und ein Desaster bei den nach dem Sommer anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland noch verhindern lässt.

Rasmus Ph. Helt, per E-Mail

In dieser umgebauten Regierungsunion sollen jetzt andere über das Wasser predigen und dabei Wein schlürfen. Ahnungslos wie Bolle werden diese Politiker plötzlich auf einem gut dotierten Posten sitzen und sollen dem Volk zeigen, was sie so alles nicht auf ihrem Kasten haben. Wir, das Volk, müssen dieses durchschaubare Stühlerücken auch noch gut finden. Mir wäre es lieber gewesen, dass die ganze Regierung ihre Stühle frei machen würde. Ein Neustart mit Neuwahlen, das wäre jetzt das einzig gute und richtige Ding in dieser bittertraurigen Stunde.

Klaus P. Jaworek, per E-Mail

Zum Artikel „Der Kampf um ein sauberes Berlin ist gescheitert“ vom 23. Juli

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Genau genommen sind hier alle Parteien gleich: viel erzählen und auf die BSR abschieben. Die Haltung „ist mir egal, wird schon einer machen“ ist wie der reale Sozialismus, eine Sackgasse. Der Schlendrian beginnt in den Horten und Schulen, und zieht sich bis in die Köpfe der Gesellschaftsfernen hin. Sie endet bei der Justiz, die augenscheinlich linksliberale Toleranz für alles garantiert. Zuckerbrot und Porsche ziehen eben nicht mehr.

Josef Coloni, per E-Mail

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