Seit Freitag (24. Juli) ist die RE1-Strecke zwischen Berlin-Ostbahnhof und Frankfurt (Oder) wegen Bauarbeiten der Deutschen Bahn gesperrt. Die Sperrung soll am 15. August aufgehoben werden – allerdings kommt es bei einzelnen Projekten zu Verzögerungen.

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Betroffen ist unter anderem der Bahnhof Berkenbrück: Dort werden ab dem 15. August wieder Züge in Richtung Berlin halten können. In Fahrtrichtung Frankfurt (Oder) bleibt der Schienenersatzverkehr jedoch voraussichtlich bis zum 29. November bestehen. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Die Bahn prüfe nach eigenen Angaben, ob sich die Arbeiten noch beschleunigen lassen.

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Der neue Bahnhof Fangschleuse soll dagegen wie geplant am 15. August in Betrieb gehen. Zunächst können dort die Züge des RE1 in Richtung Frankfurt (Oder) halten. Ab dem 24. August sollen dann auch Halte in Richtung Berlin möglich sein. Grund für die Einschränkungen sind umfangreiche Bauarbeiten entlang der Strecke. Unter anderem werden die Bahnsteige in Berkenbrück, Jacobsdorf und Pillgram auf eine Länge von 220 Metern erweitert. Dadurch können künftig auch achtteilige Zuggarnituren mit deutlich mehr Sitzplätzen dort halten. Zusätzlich werden Weichenanlagen an den Bahnhöfen erneuert.

Strecke mehrere Wochen gesperrt: Ersatztverkehr mit Bussen eingerichtet

Während der Sperrung fährt zwischen den betroffenen Bahnhöfen ein Ersatzverkehr mit Bussen. Einige Busse bedienen alle Stationen entlang der Strecke, andere Expressbusse lassen kleinere Orte aus und nutzen teilweise die Autobahn. Reisende müssen sich dennoch auf längere Fahrzeiten einstellen.

Die RE1-Zuglinie zwischen Magdeburg und Frankfurt (Oder) gilt als das große Sorgenkind der Odeg. In diesem Jahr seien bis April bereits 13 Prozent der Verbindungen durch Baustellen ausgefallen, sagte Odeg-Geschäftsführer, Lars Gehrke, in Berlin. Die Odeg verweist häufig auf Probleme bei der Baustellenplanung durch die Deutsche Bahn.

Zu Sperrungsbeginn pochte Brandenburgs Verkehrsminister auf die Einhaltung der gesetzten Fristen. „Wichtig ist mir, dass die angekündigten rund drei Wochen eingehalten werden und ODEG und Deutsche Bahn die Reisenden gut über Fahrplanänderungen und Ersatzverkehre informieren“, sagte Robert Crumbach (SPD). „Das werde ich genau beobachten.“

dpa