Zum Artikel „Müllproblem: Drei Viertel der Berliner finden die Stadt besonders schmutzig“ vom 20. Juli
Das ist kein Müll-, sondern ein Einstellungsproblem. Wieso denken so viele Leute, dass ganz Berlin ihr persönlicher Mülleimer ist? Wieso fühlen sich so viele Leute nur noch in Dreck und Müll wohl? Man muss nicht diskutieren, wie der Müll wegkommt – der kommt dann nämlich wie von Zauberhand immer wieder –, sondern wie er gar nicht erst dahin kommt. Strafen bringen gar nichts – es kontrolliert ja keiner … Verbote helfen auch nicht – kümmert ja keinen. Das Problem ist in den Köpfen.
Karin Ulrich per E-Mail

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Wo kommt denn der Müll her? Er fällt doch nicht vom Himmel … Warum fangen die Menschen nicht erst mal bei sich und im Kleinen an? Warum sind Straßen und Parks vermüllt? Weil jeder Gang zum nächsten Papierkorb „unzumutbar“ ist? Unser Müllhaus ist zum Fürchten: Tonnen sind leer, aber der Müll wird danebengestellt, und jeden Tag kommt noch Sperrmüll dazu. Unsere Wohnungsbaugesellschaft kann oder will nichts unternehmen. Was nützen denn Strafen? Wer soll das kontrollieren? Die Ordnungsämter sind doch nur hinter den Autofahrern her. Da droht wenigstens kaum eine Auseinandersetzung.
Angelika Kehnscherper per E-Mail
Im Spandauer Stadtwald wird oft reichlich Sperrmüll entsorgt! Hier wären an den kritischen Stellen Kameras angebracht, da keiner die Mengen mit dem Fahrrad in den Forst bringt. Wenn dann eine illegale Müllentsorgung gemeldet wird, findet man nach einigen Tagen ein gespraytes Kreuz und nach drei Wochen ist der inzwischen größer gewordene Haufen vielleicht weg. Warum dauert das alles so lange? Die Forsten haben Kleintransporter und könnten diese Mengen problemlos bei der BSR in kürzester Zeit entsorgen. Warum einfach, wenn der Amtsschimmel wiehern muss.
Joachim Giese, per E-Mail
Zum Artikel „Eine Rechnung mit vielen Variablen“ vom 20. Juli
Dem Artikel hinzufügen möchte ich: Es gibt eine Bruttopension, von der Steuern bezahlt werden müssen, was viele Leute leider nicht wissen. (Auch der aktive Beamte zahlt ja Steuern.) Sodann zahlt man meist als „Versorgungsempfänger“ seinen Beitrag zu einer privaten Krankenversicherung. In meinem Fall ungefähr 350 Euro pro Monat. Geht man zu Ärztin oder Arzt, erhält man eine Rechnung. Diese reicht man bei der Krankenkasse ein und bei der Beihilfe. 30 Prozent der Kosten der Behandlung übernimmt in der Regel die KV, 70 Prozent die Beihilfe. Zum Thema Teilzeit: Viele LehrerInnen arbeiten Teilzeit, weil die gesetzliche Stundenzahl für die Arbeit nicht ausreicht. Wochenstunden von 60 oder 70 habe ich an einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe getätigt. Das halten nur überstabile Naturen auf die Dauer aus. Um den Unterricht gut zu gestalten und den Spaß am Beruf nicht zu verlieren, reduzieren viele Kolleginnen die Grundstundenzahl. Das wirkt sich auch auf die Pension aus. Im Grunde ist es eine Gehalts- und Pensionskürzung.
Carola Kaltenegger, Berlin-Wedding
Zum Artikel „SPD wirft CDU-Kandidaten Evers einen ,Angriff auf Familien‘ vor“ vom 18. Juli
Die Herren Saleh und Krach, aber auch Grüne und Linke, versuchen hier, Unsicherheit bei Eltern zu verursachen.
Wenn die Kinder zu Hause betreut werden, kostet Essen auch. Für die gute Betreuung in den Kitas/ Horten sollten geringfügige Beiträge den Eltern das wert sein, noch dazu, dass Kinderbetreuungskosten bis zu 6000 Euro
pro Kind bei der Steuer angegeben werden können. Wir, Kfz- Mechatroniker und MTLA in Teilzeit, mussten in den 90er-Jahren rund 750 DM für zwei Kinder in Kita/Hort und zusätzlich Monatskarten für die BVG bezahlen, ohne steuerliche Absetzmöglichkeit, weil die Verdienstgrenze für den Höchstsatz so tief lag. Andere Bundesländer haben auch keine kostenlose Betreuung. Berlin leistet sich das auf deren Rücken. Also, warum nicht wieder kleine Beiträge leisten? Eltern, die es nötig haben, können ja weiterhin befreit werden.
Viviane Schütt per E-Mail
Und wieder etwas für Herrn Krach, sinnfreies Wahlkampfgetöse von sich zu geben. Es ist doch nur gerecht und im Sinne der überwältigenden Mehrheit der Berliner Bevölkerung, Zuschüsse nur dort zu leisten, wo sie erforderlich (!) sind. Eltern, die sich Schulessen, Kitakosten und Schülertickets leisten können, sollen das auch tun. Und Familien, die es nicht können, werden unterstützt. Eigentlich ganz einfach.
S. Baertel, per E-Mail
Ich werde dieses Jahr 70 Jahre alt und bin in Berlin geboren und aufgewachsen. Meine Geschwister und ich hatten auch kein kostenloses Schulessen. Zur Schule sind wir gelaufen, hin und zurück. Unsere Eltern konnten sich kein Auto leisten und es fuhr auch kein Bus! Unsere Mutter hat uns allen morgens eine Stulle geschmiert, und manchmal war auch Wurst oder Käse drauf. Ich wundere mich, wenn ich hier die Ansprüche so lese, dass wir das überlebt haben!
Michael Mayer, per E-Mail




