Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Hier sind die Termine des Tages:
• Die Berliner Wirtschaftsförderung präsentiert ihre Halbjahreszahlen. Das allein wäre noch keine Meldung wert, aber Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) lädt zu dem Termin in die Zentrale von Google in Mitte ein. Ein Ort, der wohl nicht zufällig gewählt ist.
• Beim Kriminalgericht beginnt der Prozess gegen vier Männer nach mehreren Raubüberfällen. Die 19- bis 25-Jährigen sollen Besucher von Spielbanken erst ausgespäht und dann überfallen haben. Die Anklage listet sechs Taten auf.
• Endlich ist es so weit: Die neue XXL-Tram wird präsentiert. Auf der Linie M4 hat man lange drauf gewartet.
Neues aus Berlin
Wenn man sich in den vergangenen Tagen mit Menschen in der Stadt über den neuen Spitzenkandidaten der CDU unterhalten hat, dann schwang viel Respekt mit, bei Kritikern wie Befürwortern der Personalie. Und zugleich auch immer ein weiteres Thema: Finanzsenator Stefan Evers muss sich in den kommenden Wochen bekannt machen bei den Berlinerinnen und Berlinern. Viele Menschen kennen ihn noch gar nicht.
Sein neuer Generalsekretär Lukas Krieger kündigte im Gespräch mit meinem Kollegen Hans Cord Hartmann an, es gehe jetzt darum, nicht nur Plakate auszutauschen. Er formulierte es so: „Wir müssen deutlich mehr machen, als einfach nur das Bild von Wegner gegen das Bild von Evers auszutauschen.“ Es braucht also eine Erzählung, die zu Evers passt. Wofür steht der neue Kandidat? Krieger formuliert, man habe Kai Wegner mehr Bürgernähe nachgesagt als dem Finanzsenator. Das sei ja bislang aber auch nicht dessen Rolle gewesen.
Evers hat jetzt auf jeden Fall eine Chance. Die Stimmung in der Partei und bei ihren Unterstützern ist jetzt wieder deutlich besser. Das Momentum kann und muss er für sich nutzen. Und muss hoffen, dass die nächste Umfrage für die CDU wieder besser ausfällt.
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Außerdem wichtig
Es gibt Abgründe, über die zu berichten schwerfällt. Ein 68-Jähriger aus Lichtenberg soll 58 Frauen vergewaltigt haben. Die Dimension des mutmaßlichen Verbrechens ist so unfassbar groß, dass man es sich nicht vorstellen mag. Alexander Rothe und Laura Wagener haben die Geschichte aufgeschrieben.

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Die Adresse ist Programm. Der Eiskellerweg ist einer der kühlsten Orte Berlins. Dort wurde gestern der sogenannte „Grün-Feucht-Kühl-Index 2026“ vorgestellt. Der sich mit der Frage beschäftigt, wie die Großstadt im Sommer kühler werden kann.
Das Jüdische Krankenhaus hat einen neuen Träger gefunden. Damit ist es erst einmal gerettet. Aber die Freude ist verhalten, man hätte sich eine andere Lösung gewünscht, berichtet Max Pribilla.
Und dann ist da noch der Streit bei den Zahnärzten. Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung hat ihren Vorsitzenden abgewählt, berichtet Julian Würzer. Zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren.
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Ich wünsche Ihnen einen entspannten Mittwoch.
Ihr Peter Schnink,
Chefredakteur
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