Zum Artikel: „Antwort an Putin: Tomahawks für die Bundeswehr – Deutschland wird Raketenmacht“ vom 10. Juli
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Die Beschaffung von Tomahawk-Marschflugkörpern ist sicherheitspolitisch nachvollziehbar. Russland verfügt längst über weitreichende Systeme und hat die europäische Sicherheitsordnung durch seinen Angriffskrieg grundlegend zerstört. Abschreckung funktioniert nur, wenn ein möglicher Angreifer mit einer glaubwürdigen Antwort rechnen muss. Problematisch ist jedoch die Schlagzeile vom Aufstieg Deutschlands zur „Raketenmacht“. Sie klingt nach nationaler Machtprojektion, obwohl es tatsächlich um das Schließen einer militärischen Fähigkeitslücke innerhalb der Nato geht. Tomahawks allein schaffen weder Sicherheit noch strategische Eigenständigkeit. Dazu gehören Aufklärung, Luftverteidigung, Führungssysteme, ausreichende Munitionsbestände und politisch eindeutig geregelte Einsatzgrundsätze. Richtig ist deshalb, die amerikanischen Systeme nur als Übergang zu betrachten. Europa muss eigene Langstreckenwaffen entwickeln, produzieren und gemeinsam kontrollieren. Wer Sicherheit dauerhaft auslagert, bleibt abhängig von politischen Entscheidungen in Washington. Deutschland braucht keine Rhetorik von einer Raketensupermacht. Es braucht verlässliche Abschreckung, europäische Handlungsfähigkeit und eine nüchterne öffentliche Debatte über Verantwortung, Risiken und Kontrolle.
Timo Ertel, per E-Mail
Zur Berichterstattung über den Rücktritt von Kai Wegner vom 10. Juli
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Zum Thema des Rücktritts von Kai Wegner von der Spitzenkandidatur wollte ich Folgendes anmerken: Das war ja nun doch überraschend, wie schnell Kai Wegner jetzt weg vom Fenster ist. Die ganzen letzten Monate nahm ich an, dass sein gesamtes (Fehl-)Verhalten im Januar während des Stromausfalls nun ausgesessen und „vergessen“ ist. Auch dachte ich, die neuerlichen Enthüllungen würden das Thema nicht wieder aufkochen, wurde Wegner doch erst vor wenigen Wochen mit deutlicher Zustimmung zum Spitzenkandidaten nominiert. Und nun der rasche Rückzug. Da ist doch bemerkenswert, wie heftig bei der CDU die letztwöchige Wahlprognose eingeschlagen hat und das Wahlkampffundament zum Einsturz brachte. Und ich dachte immer, die klassische Politikerattitüde bei schlechten Prognosen lautet: „Umfragen sind keine Wahlergebnisse“. Das scheint ja bei der CDU-Basis und ihren Altvorderen nicht zu gelten – man nimmt sehr wohl wahr, wie die Stimmung ist. Ob nun der Stimmungsumschwung eingeleitet wird? Da habe ich eher Zweifel.
Ralph Jakisch, per E-Mail
Zum Artikel: „Nach Tod von Zugbegleiter: Urteil ist ein weiterer Schlag ins Gesicht“ vom 10. Juli
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Da fehlen jedem normal denkenden Menschen die Worte. Diese gesamte Strafkammer sollte man fristlos entlassen und Berufsverbot erteilen, ohne jegliche Ansprüche. Das ist ein weiterer deutlicher Hinweis dafür, dass es in Deutschland nur zwei Karrierewege gibt: Bürgergeldempfänger oder Straftäter.
Thomas K., per E-Mail.
Ich finde, das Urteil nimmt wieder einmal mehr Rücksicht auf den Täter. „Die Gefährlichkeit seines Handelns nicht erkannt.“ Ein Erwachsener schlägt auf den Kopf eines anderen Menschen ein – man muss immer damit rechnen, den anderen schwer zu verletzen und zu töten. Der Verteidiger des Angeklagten meinte dazu, die persönlichen Umstände seines Mandanten wurden nicht ausreichend berücksichtigt. Was denn für Umstände? Der Täter hat mit voller Absicht zugeschlagen! Es ist schon sehr ungerecht (perfide), immer wieder Entschuldigungen für den Täter zu generieren. Es würde den Menschen guttun, für ihr Handeln die Verantwortung zu übernehmen.
Gabriele Schmidt, per E-Mail
Zum Artikel: „Ricarda Lang: Merz sollte mal zehn Minuten mit einem Hausarzt telefonieren“ vom 10. Juli
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In einem Punkt hat Frau Lang sicherlich recht. Die Krankschreibungen werden nicht weniger werden und die Ärzte werden mehr belastet. Wahrscheinlich werden die Blaumacher nun eine ganze Woche zu Hause bleiben anstelle von ein bis drei Tagen. Ärzte stellen selten eine AU-Bescheinigung unter einer Woche aus. So ist das eben mit dem faulen Kompromiss oder dem kleinsten gemeinsamen Nenner in einer Koalition. Alle sind unzufrieden und keiner hat bekommen, was er eigentlich wollte. Die CDU wollte, wie in vielen anderen Ländern in Europa schon lange üblich und vorhanden, einen Karenztag, der dem Mitarbeiter „abverlangt“, den ersten Tag der Krankheit „auf seine Kappe zu nehmen“ und keine Lohnfortzahlung zu bekommen. Die SPD hat das erfolgreich verhindert. Wenn sich Frau Lang mehr Empathie von Herrn Merz wünscht, kann ich diesen Wunsch nur an Frau Lang zurückgeben. Mehr Realitätssinn der Grünen wäre schön. Es ackern nicht alle Menschen bis über ihre Belastungsgrenze zwischen zwei Jobs und Kindern. Es gibt leider auch einige Menschen, die das System und die Kollegen missbrauchen und gerne mal „blau machen“. Es wäre allen Arbeitnehmern, auch den wirklich kranken, zuzumuten gewesen, am ersten Fehltag keine Vergütung zu erhalten und so zur Entlastung der Arbeitgeber einen Beitrag zu leisten. Ob die „Blaumacher“ sich davon hätten beeindrucken lassen, ist fraglich. So sind wieder einmal alle unzufrieden, und die Politikverdrossenheit schreitet weiter voran.
Ronald Panicke, per E-Mail






