Die Berliner Freiwilligen Feuerwehren verzeichnen einen deutlichen Anstieg ihrer Einsatzzahlen. Im vergangenen Jahr rückten die ehrenamtlichen Kräfte in fast 16.700 Fällen aus – nach rund 15.900 Einsätzen im Jahr 2024 und knapp 14.900 im Jahr davor. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor, über die zunächst der RBB berichtete.

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Im laufenden Jahr wurden die Freiwilligen bislang 6617 Mal alarmiert (Stichtag unbekannt). Seit 2024 kommen sie damit auf insgesamt rund 39.200 Einsätze. Nach der Statistik waren sie damit in den vergangenen rund zwei Jahren insgesamt rund 126.707 Stunden im Einsatz, das entspricht etwa 4369 Stunden im Monat. 

Insgesamt wurden laut Feuerwehr im vergangenen Jahr rund 558.000 Einsätze registriert – das waren 26.136 oder knapp 5 Prozent mehr als im Jahr 2024. Und es war der höchste Wert seit Gründung der Berliner Berufsfeuerwehr 1851. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte unterstützen die Hauptamtlichen vor allem bei größeren Schadenslagen, Unwettern und im Rettungsdienst.

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Berlin: Ehrenamtliche vor allem am Stadtrand unverzichtbar

Nach den Zahlen ging es seit 2024 insgesamt in rund 15.500 Fällen um technische Hilfeleistungen der Ehrenamtlichen, in knapp 14.040 Fällen handelte es sich um Brände. Mehr als 9650 Mal waren es Einsätze des Rettungsdienstes. 

„Die Freiwillige Feuerwehr leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner. Gerade in den Stadtrandlagen hängt die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung ganz maßgeblich an der Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren“, erklärte der Grünen-Abgeordnete Vasili Franco. 

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Staaken verzeichnet höchste Zahl an Feuerwehr-Einsätzen

Die meisten Einsätze seit 2024 fuhr nach der Statistik die Freiwillige Feuerwehr in Staaken im Bezirk Spandau (1948). Hohe Einsatzzahlen gibt es auch bei den Wehren in Rudow (1601), Niederschönhausen (1410) sowie Lichtenrade (1380) und Hellersdorf (1325). Mit 1777 Einsätzen sind aber auch die Ehrenamtlichen in Berlin-Mitte oft gefordert gewesen. 

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Feuerwehr-Nachwuchs: Kai Wegner begrüßt neue Kollegen feierlich

Derzeit gehören rund 1700 Frauen und Männer den 57 Freiwilligen Feuerwehren Berlins an. Dazu kommen rund 1400 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren, die den Nachwuchs für künftige Einsätze sichern sollen. Bei der Berufsfeuerwehr arbeiten knapp 6000 Menschen, Feuerwehrleute und andere Angestellte. 

Mit einem feierlichen Gelöbnis vor dem Abgeordnetenhaus haben rund 400 Menschen offiziell ihre Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr begonnen. Zugleich begrüßten Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld, sowie Landesbranddirektor Karsten Homrighausen am Samstag etwa 50 neue Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren.

Kai Wegner (CDU,r), Regierender Bürgermeister von Berlin, gratuliert Feuerwehranwärter der freiwilligen Feuerwehr bei der Zentralen Willkommensveranstaltung 2026 der Berliner Feuerwehr vor dem Abgeordnetenhaus. (zu dpa: «Mehr Einsätze für Freiwillige Feuerwehren in Berlin»)
Kai Wegner gratuliert Feuerwehranwärtern der Freiwilligen Feuerwehr bei der Zentralen Willkommensveranstaltung 2026 der Berliner Feuerwehr vor dem Abgeordnetenhaus. © Fabian Sommer/dpa | Fabian Sommer/dpa

Mit der zentralen Willkommensveranstaltung, an der viele Angehörige teilnahmen, sollten die künftigen Feuerwehrleute besonders gewürdigt werden. Erstmals erfolgte dies vor dem Berliner Abgeordnetenhaus. 

Landesbrandmeister Homrighausen betonte: „Die Berliner Feuerwehr rettet Berlin. Seit 1851 – also nunmehr seit 175 Jahren. Und „Berlin retten“ heißt im Klartext: jede und jeden retten, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Identität oder Orientierung.“ Homrighausen hob das hohe Maß an Verantwortung hervor, die Feuerwehrleute übernehmen.

pau/dpa