Die Wetter-App ist vor einem Golfturnier vermutlich die meistgenutzte App auf dem Handy – von den Teilnehmern und vor allem vom Veranstalter. Für die Mercedes Trophy im Golfclub Wannsee konnten alle aufatmen: Das Turnier, zu dem Berlins Mercedes-Chef Eberhard Kern und Verkaufsleiterin Sandy Hoppe Kunden und Geschäftspartner eingeladen hatten, fand nach dem Rekordhitze-Wochenende bei erträglicheren Temperaturen statt.

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Nach dem Frühstück gab es für die 70 Teilnehmer vor der Clubhaus-Terrasse ein Aufwärmprogramm. Freddy Newnham, Physiotherapeut und Diplom-Osteopath, zeigte Übungen zum Dehnen und Strecken. Die Golfer folgten seinen Anweisungen erst zögerlich, dann aber umso begeisterter. „Warm-up ist beim Golf ganz wichtig, genau wie der mentale Fokus“, erklärte der Physiotherapeut, der als „Physiopath“ in den sozialen Medien und auf der Bühne Gesundheitstipps unterhaltsam präsentiert.

Bestens vorbereitet mit dem vom „Physiopathen“ vorgegebenen Mantra „Ich werde die Runde meines Lebens spielen!“ begaben sich die Golfer zu ihren Abschlägen. Das Dumme beim Golf ist nur, dass es an manchen Tagen trotz sorgfältiger Vorbereitung einfach nicht klappen will. Da ist mentale Stärke gefragt, wenn der Ball vom nächsten Baum abprallt und im Wald verschwindet. Oder die Par-Putts wiederholt um Haaresbreite am Loch vorbeigehen, wie bei meinem Mitspieler Hakan Iyigün.
Gewinner reisen in das Golfresort Öschberghof im Schwarzwald
Trost und Stärkung auf der Runde bot die Halfway-Station: Pasta mit Filetspitzen oder Gemüse und frisches Obst. Für die Teilnehmer der Mercedes-Trophy lohnt sich gutes Spiel bei dem Turnier: Die Netto-Sieger der drei Handicap-Klassen reisen Anfang September zum Deutschland-Finale in das Luxus-Resort Öschberghof in Donaueschingen. Für die Gewinner dort geht es weiter zum Weltfinale der Mercedes Trophy in Stuttgart. An der Amateur-Turnierserie nehmen weltweit mehr als 25 Nationen teil.

Als Team aus Berlin-Wannsee werden die Netto-Sieger und -Siegerinnen Jens Dubsky, Anne Müller und Denny Schuckart zum Finale reisen, begleitet von Axel Heine, der als Wildcard-Gewinner gezogen wurde. „Letztes Jahr sind wir Letzter geworden, da erwarte ich diesmal mehr Leistung!“, erklärte Sandy Hoppe, die die Siegerehrung moderierte. Mit Champagner gefeiert wurden auch die Brutto-Sieger des Turniers, Christian Inderthal, Präsident des Golfclubs Seddiner See und Heike Salzburg aus Fleesensee.
Ein Gewinn ist die Mercedes Trophy auch für die Laureus Sport for Good Foundation, die weltweit Sportprogramme für Kinder fördert: Jeder Turnierteilnehmer wird um eine Spende gebeten, in Wannsee kamen 3775 Euro zusammen.





