Zum Artikel „Erste Probebohrungen für U8-Ausbau: Warum es trotzdem noch viel Geduld braucht“ vom 1. Juli

Ein sehr aufschlussreicher Bericht, der zu großer Hoffnung der Bewohner führt, endlich einen vernünftigen Verkehrsanschluss mittels der Metro zu erhalten. Probebohrungen sind eminent wichtig, um die Bodenbeschaffenheit zu realisieren. Ich nehme mal an, es werden zumeist sandige Böden (Preußische Streusandbüchse) anzutreffen sein, und ein nicht allzu tiefer Grundwasserspiegel. Falls es zum Bau kommen sollte, kann man ja zur Not die immer noch unfertige Baugrube inmitten des Zentrums als Vorfluter benutzen. Dann hätten die Bewohner endlich ihr ortsnahes Freibad. Warum man jetzt drei Kilometer realisieren will, finde ich befremdlich. Reicht es nicht aus, die Linie bis zum Zentrum und etwas darüber, im Bereich des Wilhelmsruher Damms, zu verlängern? Im Prinzip wäre damit eine verkürzte Bauzeit zu erwarten, und damit verbunden eine erhebliche Kostendezimierung. Die meisten Bewohner des Märkischen Viertels werden, falls der erste Zug in den 2040er-Jahren über die Gleise rollt, dann die Eröffnung von oben, genauer von Wolke 7, staunend zur Kenntnis nehmen.

Thomas Hansen, per E-Mail

Zum Artikel „70.000 Pensionen des Landes verspäten sich“ vom 2. Juli

Sie schreiben in Ihrem Artikel über diesen Vorfall. Leider verknüpfen Sie im selben Beitrag das Thema mit anderen Aspekten des Beamtentums, zum Beispiel der Höhe der Zahlungen, die auf Berlin zukommen. So entsteht der Eindruck: Na, sollen die Pensionäre sich mal nicht so haben wegen eines Tages Verspätung, verdienen ja genug etc. Interessanter wäre gewesen, zu berichten, wie genau es zu diesem Fehler kommen konnte, wie generell Überweisungen erfolgen, welche Probleme warum auftauchen können. Und man hätte auch überlegen können, was mit dem Konto passiert, wenn Miete, Versicherung etc. abgebucht werden – ohne Pensionszahlung auf dem Konto. 

Carola Kaltenegger, per E-Mail

Was will der Autor mit dem letzten Teil seines Artikels aussagen? Dass Pensionärinnen und Pensionäre nur Kostgänger des Staates und nur ein Kostenfaktor sind? Diese Pensionen wurden rechtmäßig über einen langen Zeitraum erworben/erarbeitet und stehen diesen Menschen zu, genauso wie eine Rente. Und vergessen Sie nicht, ohne Beamte keine Polizei, keine Feuerwehr, keine Richter usw. Übrigens, eigentlich hätten der Bund und die Länder Rücklagen für die Pensionen bilden müssen.

Wolfgang Fink, per E-Mail

Zum Artikel „Donald Trumps Vermögen: Wie reich ist der Präsident wirklich?“ vom 1. Juli

Dealmaker Donald Trump zeigt es uns wieder einmal ganz deutlich, wie man Deals macht, eben weil er das besonders mitleidlos kann. Dieser alte Mann mit seinen 80 Jahren steckt immer noch voller Tatkraft und voller Energie, er übertreibt sehr gerne und viel, und er spielt mit seinen Gegnern gern Katz und Maus. Zu Donald Trump kann man stehen, wie man will: Er macht mit seiner Macht nur das, was er machen will; eben immer nur sein eigenes Ding. Und das Allerschlimmste kommt ganz am Schluss: Er verdient sich damit eine noch goldenere Goldnase, Tag für Tag, Stunde um Stunde, Minute um Minute, Sekunde um Sekunde!

Klaus P. Jaworek, per E-Mail

Zum Artikel „Nach Schüssen in Stade sind Sozialarbeiter in Sorge – Das Klima wird rauer“ vom 1. Juli

Eine ganz entscheidende, aber tabuisierte Frage ist doch: Wer verursacht zum größten Teil diese Gewalt? Es sind hauptsächlich Männer, die sich nicht im Griff haben, kein Nein akzeptieren, denken, dass für sie keine Regeln gelten, dass sie allen anderen (besonders Schwächeren) überlegen sind, kurz: Männliche Gewalt ist immer noch gesellschaftlich akzeptiert, und Strafen sind selten zu fürchten. Wieviel Geld könnten der Staat und die Gesellschaft sparen, wenn alle Männer sich sozial und nicht gesellschaftsschädigend verhalten würden? Gefängnisse, zu über 80 Prozent männlich belegt, teure Polizeieinsätze bei diversen Ausschreitungen, Frauenhäuser, Diebstahl, Wirtschaftskriminalität; und nicht zuletzt Größenwahn und Kriegslust in der Politik. Und trotzdem wird Macht, Dominanz und Rücksichtslosigkeit von Männern in der Politik, in der Wirtschaft, den Medien, in der Medizin, in der Kultur, das heißt in allen Bereichen, gefeiert und gefördert, während Frauen nur bei Fehlverhalten groß thematisiert werden, aber sonst allenfalls am Rande erwähnt werden. Es sollte ein gesellschaftliches Umdenken passieren; und die „guten“ Männer, die sich immer mehr unter Generalverdacht wähnen, sollten nicht die Frauen und den Feminismus bekämpfen, sondern sich endlich den vielen „schwarzen Schafen“ des eigenen Geschlechts entgegenstellen. Und es sollte endlich mal Geld in die Jugend, vor allem junge Männer, investiert werden, um wieder Werte, Respekt, Solidarität und Menschlichkeit zu vermitteln.

Bettina Fischer, per E-Mail

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