Für alle Shopping-Fans ist es ein trauriges Bild: Die Fensterscheiben sind abgeklebt, nacheinander ziehen Mitarbeiter große, mit Einrichtungsgegenständen beladene Paletten aus dem Laden, von Mode ist hier keine Spur mehr. Und ein kleines Schild am Eingang verrät: Mit der Zara-Filiale schließt ein weiteres Geschäft in der Friedrichstraße.

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Damit steht – zumindest vorübergehend – eine weitere große Ladenfläche in der einstigen Berliner Luxusmeile leer. Die Gründe für die Schließung der Zara-Filiale sind offiziell nicht bekannt. Auf dem Schild erfahren Kunden nur, dass Zara weiterhin mit den Läden im Einkaufszentrum Alexa, in der „Mall of Berlin“ und in der Tauentzienstraße in Berlin präsent ist.

Eine Sprecherin vom Konzern Inditex, zu dem Zara gehört, teilte der Berliner Morgenpost mit: „Inditex entwickelt sein Filialnetz im Rahmen des integrierten Geschäftsmodells aus stationärem Handel und Online kontinuierlich weiter, um seinen Kundinnen und Kunden das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten. Im Rahmen dieser Weiterentwicklung wurde die Zara-Filiale in der Friedrichstraße geschlossen.“ Gleichzeitig würde man weiterhin in Berlin investieren. So habe man den nahegelegenen Store in der „Mall of Berlin“ kürzlich modernisiert und erweitert.

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Die spanische Modemarke ist nicht der einzige große Name, der sich aus der Friedrichstraße zurückzieht. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, hat auch Hugo Boss nach 16 Jahren seinen Laden in der einst so belebten Einkaufsstraße geschlossen. Auch hier, nur knapp 100 Meter weiter von der nun geschlossenen Zara-Filiale, ist das Fensterglas längst mit weißer Folie abgeklebt und auf einem Schild wird auf den Laden am Kurfürstendamm verwiesen. Zu den Gründen behielt sich der Mode-Riese ebenfalls bedeckt.

Das Ladensterben in der Friedrichstraße geht damit weiter. Seit Längerem sucht die Stadt nach Lösungen, um die Einkaufsmeile für Berliner und Berlinerinnen, aber eben auch für Touristen wieder attraktiver zu machen. Nachdem Berlins Regierender Kai Wegner und Verkehrssenatorin Ute Bonde (beide CDU) im Herbst die Pläne des Architekten Tobias Nöfer vorgestellt hatten, lässt die angekündigte Machbarkeitsstudie jedoch bis heute auf sich warten.

rk