Zu verschiedenen Artikeln rund um das Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM

Bei der WM 1974 war es Franz Beckenbauer, 1990 Lothar Matthäus, später Toni Kroos. Alles Führungsspieler, die in kritischen Phasen Verantwortung übernahmen. Heute? Weit und breit niemand, der ein solches Format hätte. Dann ein Bundestrainer, der von Spiel zu Spiel herumexperimentierte, aber niemals eine klare Strategie erkennen ließ. Nagelsmann ist auch von Auftreten und Körpersprache her keine wirkliche Führungspersönlichkeit. Und der Mannschaft fehlte die unbedingte Siegermentalität. Warum ist das so? Beckenbauer nahm 1974 nach der Niederlage gegen die DDR das Heft in die Hand, sprach Klartext mit dem lavierenden Helmut Schön. Dann wurde Deutschland Weltmeister. Heute wagt niemand mehr, etwas zu sagen, aus Angst, etwas Falsches zu sagen. Man hört nur Phrasen, aber keine wirklichen Analysen oder Statements. Die WM bleibt trotzdem weiterhin sehenswert, und zwar wegen des erfrischenden Auftretens kleinerer Fußball-Nationen wie Marokko oder Mexiko.

Andreas Kloninger, per Mail

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Von Anfang an eine Zitterpartie – kurzes Aufatmen, wenn doch mal ein Tor gelang. Eigentlich konnte jeder ahnen, dass das nichts wird. Trotz aller Anspannung erwartet man doch ein wenig Herzblut. Ein Blick in die Gesichter und auf den Mund unserer Spieler während der Nationalhymne sagt alles. Begeistert mit ihrem Spiel haben nur die Länder, die mit Begeisterung, Stolz und Hand auf dem Herzen ihre Hymne verinnerlicht haben. Schon das fehlte bei der deutschen Mannschaft. Schaut man auf die vielen kleinen Fußballvereine in unserem Land, in denen unzählige Kinder und Jugendliche mit Begeisterung und unter schlechtesten Bedingungen trainieren, wäre es zu wünschen, dass unsere Nationalspieler die Hälfte ihrer Millionen in den Nachwuchs investieren.

Carla Müller-Möhlis, per Mail

Die Leistungen dieser hoch bezahlten Mannschaft waren für den Fernsehzuschauer eine Qual. Dazu gehört auch, dass Fußballer, die nicht in der Lage sind, die Nationalhymne mit Respekt oder gar nicht zu singen, keine Vorbildfunktion haben. Bei der Kürze der Hymne kann man sich zusammenreißen, andere Nationalmannschaften leben es vor. Ebenso ist nicht nachvollziehbar, dass die deutsche Mannschaft einen „Familienausflug“ daraus gemacht hat. Spielerfrauen, Kinder und sogar die Muttis sollen dabei gewesen sein. Folglich sind doch diesbezüglich Konflikte vorprogrammiert. Erst ist Leistung – dann Gegenleistung angezeigt. Einem Trainer, der so wenig Durchsetzungsvermögen – auch bei der Planung im Vorfeld – aufbringt, gehört die „Rote Karte“ gezeigt.

Violetta Barkusky-Fuchs, per Mail

Ich bin kein aktiver Fußballer mehr. Aber mit wachem Auge konnte jeder schon erkennen, dass bei dem aberkannten Tor die Video-Beweis-Aktion geplant war. Der Schiri wurde ja fast von den Spielern am Monitor bedrängt. Warum die Medienvertreter das verständnisvoll kommentierten, ist mir unverständlich. Aber auf die eigene Mannschaft inklusive Nagelsmann einzuprügeln, ist unprofessionell. Da lobe ich mir den solidarischen Beitrag vom Bundeskanzler.

Walter Zawada, per Mail

Nun beginnt also – wie nicht anders zu erwarten – die Debatte um den Bundestrainer. Deshalb habe ich mich gefragt, was wohl Sepp Herberger gesagt hätte, wenn er die Spiele der deutschen Mannschaft gegen Ecuador und Paraguay gesehen hätte. Er hätte seine Meinung wohl so zum Ausdruck gebracht: Das Hin- und Hergeschubse des Balles vor dem Tor soll also heutzutage Fußball sein? Da hätte sich Helmut Rahn auf Vorlage vom Fritz ganz allein mit dem Ball am Fuß durchgezwängt und dann natürlich auch noch ins Netz getroffen. Für das, was ich da gesehen habe, gäbe es von mir jedenfalls keinen Taler. Gespielt und verloren hat schließlich jeweils die Mannschaft, nicht der Trainer.

Peter Knief, per Mail

Zum Artikel: „Tankrabatt war teilweise Geschenk für Mineralölkonzerne“ vom 30. Juni 2026

Die aktuelle Staatsregierung braucht Geld, sehr viel Geld, auch unser Steuergeld, um deren Lieblingsprojekte, wohlgemerkt deren, zu sponsern. Das Volk wird dazu erst gar nicht gefragt. Nun läuft der Tankrabatt aus und der Hauptprofiteur vom Auslaufen ist, wie immer, der Staat. Erneut werden Milliarden in das Staatssäckel fließen. Das Bürgergeld hingegen bleibt, nennt sich aber fortan Grundsicherung. Ist das schon der klassische Etikettenschwindel?

Riggi Schwarz, per Mail

Mag sein, dass die Mineralölkonzerne auch etwas vom Tankrabatt hatten. In erster Linie hat es wohl die Autofahrer gefreut. Aber nicht nur die. Durch den Rabatt wurden die Lebensmittel nicht noch teurer, denn Lieferfahrzeuge müssen auch betankt werden. Das wurde wohl vergessen bei der Mäkelei. Somit hatte jeder Bürger etwas davon. Das musste mal gesagt werden.

Regina Panicke, per Mail

Hier lesen Sie mehr Leserbriefe an die Berliner Morgenpost