Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Hier sind die Termine des Tages:
• Ein neues Ausflugsziel für Berliner Familien: Im Karls Erlebnis-Dorf in Elstal wird heute das Richtfest für den neuen „Bibi & Tina Freizeitpark“ gefeiert. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke nimmt an der Zeremonie teil.
• Sperrung der Brücken am Görlitzer Park: Die vier denkmalgeschützten Brücken zwischen dem Görlitzer Park in Kreuzberg und Treptow werden ab heute gesperrt. Grund sind Korrosionsschäden an den Bauwerken, die der Deutschen Bahn gehören.
• Einziehungsverfahren um 58 Clan-Immobilien: Vor dem Kriminalgericht Moabit wird heute das Verfahren zur Einziehung von 58 Immobilien in Berlin und Brandenburg fortgesetzt. Die Objekte werden einer arabischstämmigen Großfamilie zugerechnet – angeklagt sind zwei Frauen sowie mehrere Gesellschaften.
Neues aus Berlin
Geht es Ihnen auch so? Ich zähle die Tage bis zum Ferienbeginn in der kommenden Woche. Dann Koffer packen – und nichts wie weg. Endlich.
Damit werden wir nicht allein sein. Die Betreiber des Flughafens rechnen für die Sommerferien mit rund 3,7 Millionen Reisenden. Allein zum Start der Ferien, vom Mittwoch, 8. Juli, bis Sonntag, 12. Juli, erwartet die FBB rund 400.000 Passagiere. Wir sind dann also mitten drin.
Das schreckt mich nicht. Mich faszinieren diese Orte immer noch. Die Vorstellung, überall hinfliegen zu können, finde ich großartig. Auch wenn das aus ökologischen Gründen nicht mehr zeitgemäß ist. Ich liebe diese Atmosphäre auf Flughäfen. Für den BER allerdings gilt das nur eingeschränkt. Zu wenig Langstreckenflüge und zu wenig Internationalität, zu wenig tolle Shops, zu wenig tolle Gastronomie. Dafür aber jede Menge Probleme mit den Auswirkungen von Klimawandel und politischen Krisen, die sich auf den Flugplan niederschlagen.

Nach Jahren des Wachstums rechnet Flughafenchefin Aletta von Massenbach darum für 2026 nur noch mit 25,5 bis 26 Millionen Reisenden, weil Kriege, höhere Kerosinpreise, Airline-Kürzungen und Extremwetter den Betrieb ausbremsen, berichtet unsere Expertin Jessica Hanack.
Es ist wirklich bedauerlich, wie sich der Flughafen entwickelt, der doch einmal mit so großen Ambitionen gestartet war. Was also tun? Es sollten beispielsweise endlich Lösungen für eine gewisse Flexibilisierung gefunden werden, kommentiert Gilbert Schomaker, stellvertretender Chefredakteur: „Das käme auch den Fluggästen entgegen, die in Berlin und nicht in Hannover oder Stettin landen wollen.“ Und der BER brauche dringend weitere Flugverbindungen. Auch wenn andere Regionen in Deutschland über mehr Wirtschaftskraft verfügten.
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Außerdem wichtig
Arztmangel im Osten, Förderung gestoppt: Haus- und Kinderärzte bleiben im Berliner Osten knapp, weil die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin die Förderung neuer Praxen in unterversorgten Stadtteilen und weitere eigene Praxen für 2027 stoppt. Die KV begründet das mit den Sparplänen der Bundesregierung zur Stabilisierung der Krankenkassen, schreibt Joachim Fahrun.

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Tempelhofer Feld: Wettbewerb in der Schublade, Budget gekürzt Architekten und Aktivisten der Initiative 100 % Tempelhofer Feld werfen dem Senat vor, Wettbewerbe und demokratisch erarbeitete Grundlagen zu ignorieren. Gleichzeitig werde das Budget der Feldkoordination massiv gekürzt. Über gestoppte Planungen am Tempelhofer Damm und die Forderung nach dauerhaftem Schutz des Feldes, berichtet Isabell Jürgens.

WM-Euphorie mit Schattenseiten: Während die Fußball-WM 2026 bis zum Ausscheiden der deutschen Mannschaft zeitweilig Begeisterung auslöst, steigen laut Berliner Polizei die registrierten Fälle von häuslicher Gewalt und Körperverletzung deutlich an. Über die aktuellen Zahlen und das hohe Dunkelfeld hat Dennis Meischen sich mit der Berliner Autorin Daniela Sepehri unterhalten: „Wer über die WM spricht, darf deshalb nicht nur Tore, Fanmeilen und Einschaltquoten im Blick haben, sondern muss auch über den Schutz von Frauen reden“, so Sepehri.
In eigener Sache: Seien Sie dabei beim CSD 2026! Wenn am 25. Juli der Christopher Street Day durch Berlin-Mitte zieht, lädt die Berliner Morgenpost 20 Leserinnen und Leser ein, gemeinsam mit einem Team unserer Redakteurinnen und Redakteure zwischen 12 und 15 Uhr auf die Straße zu gehen. Und dabei eine gute Zeit zu haben und ins Gespräch zu kommen. Ob Sie allein kommen, zu zweit oder als Familie – beim CSD ist jeder willkommen, der ein Zeichen setzen möchte: für Offenheit, Vielfalt und ein Berlin, das zusammenhält. Gemeinsam wollen wir zeigen: Berlin bleibt bunt! Wenn Sie Interesse haben, tragen Sie sich bis zum 2. Juli hier ein. Sollte es mehr Interessenten geben als Plätze, entscheidet das Los. Alle Details zum Ablauf erhalten Sie mit Ihrer Teilnahmebestätigung. Wir freuen uns auf Sie!
Ich wünsche Ihnen einen schönen Mittwoch!
Ihre
Heike Dietrich
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