Europas größter künstlich geschaffener Seenverbund ist eröffnet. Die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Dietmar Woidke (SPD) und Michael Kretschmer (CDU), gaben ihn in Neu-Seeland am Sedlitzer See in Brandenburg frei. Damit verschmelzen Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See erstmals über schiffbare Kanäle zu einem Verbund.

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Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) sprach von einem «historischen Meilenstein». Die zusammenhängende Wasserfläche beträgt nach Angaben der LMBV rund 5.100 Hektar – das ist etwa halb so groß wie die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern.
Lausitzer Seenverbund: Woidke zeigt sich stolz über die Seen
Woidke und Kretschmer fuhren zuvor getrennt jeweils mit einem Polizeiboot durch zwei verschiedene neue Kanäle zum Festakt. „Die Lausitz insgesamt, die sächsische und die brandenburgische Lausitz ist damit noch attraktiver geworden“, sagte Woidke vor der Abfahrt. „Es sind Arbeitsplätze entstanden, der Tourismus ist vorangekommen.“ Er betonte: „Für mich persönlich ist es ’was ganz Besonderes.“ Woidke war am Rande des Tagebaus Jänschwalde aufgewachsen.
Die Seen entstanden aus gefluteten Tagebauen. Der Senftenberger See wurde schon in den 1970er Jahren eröffnet. Der Verbund soll dem Tourismus einen Schub bringen. Bisher gab es nur zwei befahrbare Wasserstraßen in der Region. Nun öffneten der Sornoer Kanal, der Rosendorfer Kanal und der Ilse-Kanal.
dpa




