Linke Gruppen liefern sich Auseinandersetzung in Hellersdorf
In Hellersdorf haben sich am Samstagnachmittag zwei rivalisierende Gruppen aus dem linken Spektrum eine Auseinandersetzung geliefert. Verletzt wurde nach bisherigem Ermittlungsstand niemand, wie die Polizei berichtet.
Auslöser des Streits waren nach Angaben der Polizei Nutzungsrechte an Räumen eines Objekts in der Wurzener Straße. Gegen 14 Uhr trafen dort eine mutmaßlich pro-israelische und eine mutmaßlich pro-palästinensische Gruppierung aufeinander. Die pro-palästinensische Seite soll rund 20 Personen mobilisiert haben, die schwarz gekleidet und vermummt vor dem Gebäude erschienen. Sie führten Holzlatten, Baustellenabsperrungen und Feuerlöscher mit sich. Im Gebäude befand sich die pro-israelische Gruppierung, die ebenfalls schwarz gekleidet und vermummt auftrat.
Zunächst beschimpften sich beide Seiten verbal. Anschließend warf die Gruppe vor dem Gebäude Gegenstände in Richtung der Personen auf dem Gelände und entleerte die mitgeführten Feuerlöscher. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, flüchtete die pro-palästinensische Gruppe und blieb unerkannt.
Im Inneren des Gebäudes ging der Konflikt weiter. Eine der Gruppen soll sich verbarrikadiert haben, um der anderen den Zutritt zu verwehren. Gegen 18.30 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte mehrere Personen auf dem Dach, die sich unter anderem mit Baseballschlägern schlugen. Bevor die Polizei eingreifen konnte, verschwanden die Beteiligten aus dem Sichtfeld.
Insgesamt nahm die Polizei 29 Personen fest und leitete zwei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ein. Die Ermittlungen dauern an.