Berlin ächzt unter der Hitze und die Feuerwehr ist im Dauereinsatz: Die hohen Temperaturen in und um Berlin haben allein am Samstag zu zwei weiteren tödlichen Badeunfällen geführt. Bei bis zu 40 Grad ist die Versuchung groß, schnell ins Wasser zu springen. Doch genau das sollten Badegäste aktuell unbedingt vermeiden.

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Als Badegäste am östlichen Strand des Jungfernheideteichs einen Mann regungslos im Wasser treibend sahen, reagierten sie blitzschnell und zogen ihn aus dem Wasser. Schnell war klar: Der Mann hatte einen Kreislaufstillstand erlitten. Die Ersthelfer begannen sofort mit der Reanimation, während andere Badegäste die Feuerwehr alarmierten. Auch die eingetroffenen Rettungskräfte versuchten, den Mann wiederzubeleben, doch am Ende kam jede Hilfe zu spät. Der Mann verstarb noch vor Ort.

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Todesursache bei Mann im Tempelhofer Hafen noch unbekannt

Und auch im Tempelhofer Hafen kam am Samstagmittag ein Mensch ums Leben. Wie die Polizei gegenüber der Berliner Morgenpost bestätigte, sei dort eine tote Person gefunden worden. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand deutet vieles darauf hin, dass die Person ertrunken sei. Noch sei die Todesursache aber unklar.

Zeugenaussagen zufolge soll sich der Mann entkleidet haben und ruhig ins Wasser gestiegen sein, wo er noch ein paar Runden drehte. Später trieb er leblos an der Oberfläche. Passanten zogen den Körper darauf gemeinsam mit der Polizei an der Ordensmeisterstraße aus dem Wasser. Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. „Es wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet“, so ein Polizeisprecher auf Nachfrage. „Es ist möglich, dass er wegen eines Schocks, eines Herzstillstands oder eines Kreislaufkollaps gestorben ist.“

Tödlicher Badeunfall in der Krummen Lanke: 17-Jähriger ertrinkt vor Augen seiner Mitschüler

Es ist bereits der vierte tödliche Badeunfall in Berlin und Umgebung binnen weniger Tage. Erst am Donnerstag war ein Jugendlicher nach einem Badeunfall in der Krummen Lanke im Berliner Südwesten verstorben. Ein Schock auch für Mitschüler, die mit ihm am See waren. Der 17-Jährige war am Mittag eine ganze Zeit unter Wasser, bis er leblos wieder auftauchte, wie ein Polizeisprecher sagte. Demnach holten Zeugen den Jugendlichen aus dem Wasser. Alarmierte Rettungskräfte reanimierten ihn und brachten ihn in eine Klinik. Später teilte die Polizei mit, dass der Jugendliche im Krankenhaus gestorben sei. Die 15 Mitschüler, die sich außerhalb der Schulzeit mit ihm an der Badestelle aufhielten, wurden betreut. 

Eine Tragödie spielte sich auch auf dem Wandlitzsee in Brandenburg ab: Dort war ein 29-jähriger Mann am vergangenen Sonntag von einem Stand-up-Paddle-Board ins Wasser gefallen und nicht wieder aufgetaucht. Nach einem zweistündigen Großeinsatz der Feuerwehr und Rettungskräfte wurde die Leiche des Mannes aus dem See geborgen.

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Tragödie am Wandlitzsee: Frau muss tödlichen Badeunfall mitansehen

Besonders tragisch: Der Mann war gemeinsam mit seiner Tochter auf dem SUP-Board unterwegs, als er ins Wasser stürzte und ertrank. Das Kind konnte gerettet werden. Die Frau des Mannes und Mutter der Tochter musste das Unglück mit ansehen.

Im Columbiabad in Berlin-Kreuzberg erlitten am Samstag zwei Frauen einen Hitzeschlag und mussten von der Feuerwehr behandelt werden. Eine von beiden wurde ins Krankenhaus transportiert

Rettungsschwimmer mit mahnenden Worten: „Nicht einfach ins Wasser springen“

Brandenburger Rettungsschwimmer mahnen, beim Baden unter sengender Hitze besonders umsichtig zu sein. Bei den angekündigten 40 Grad – in der Sonne seien es dann ja immer noch mehr – solle man langsam und behutsam ins Wasser gehen, riet Robert Büschel vom DLRG Landesverband Brandenburg in einem Interview mit dem „rbb“.

Menschen mit Vorerkrankungen und Herz-Kreislauf-Schwächen sollten noch behutsamer sein. „Wer in der brütenden Hitze lag, sollte nicht einfach ins Wasser springen“, so Büschel. Und was man nicht laut genug sagen könne: „Wenn Sie mit Kindern ans Wasser gehen: Haben Sie Ihre Kinder im Blick!“ Gerade bei Nichtschwimmern oder kleineren Kindern solle man so nah dran sein, dass man im Ernstfall zupacken könne.