Wegen des gewaltsamen Todes eines 21-Jährigen in Berlin-Mahlsdorf hat am Montag der Totschlag-Prozess vor dem Berliner Landgericht begonnen. Der angeklagte 31-Jährige soll das Opfer in der Nacht zum 31. Januar mit einem Küchenmesser mehrfach in Hals, Brust und Seite gestochen und geschnitten haben.

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Der 31-Jährige erklärte zu Prozessbeginn über seine Verteidigerin, er habe sich bei dem Geschehen vor knapp fünf Monaten aus seiner Sicht verteidigt. Er sei zuvor bestohlen worden und habe bedrohliche Stimmen gehört. 

Die beiden Männer mit afghanischer Staatsangehörigkeit hielten sich in der Nacht zum 31. Januar in einer Wohnung in Mahlsdorf auf. Laut Anklage soll der 31-Jährige das Opfer nach Mitternacht mit einem Messer angegriffen haben, um den jungen Bekannten zu töten. Der 21-Jährige habe sich noch mit erhobenen Händen gewehrt, dabei weitere Verletzungen erlitten. Er starb am Tatort.

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Tatabend: Männer trinken Tee und spielen Karten vor dem Vorfall

Den Ermittlungen zufolge kannten sich beide Männer bereits und waren am Abend der Tat bei einem Verwandten des Angeklagten zu Gast. Man habe Tee getrunken und Karten gespielt, hieß es am Rande der Verhandlung. Ob es zu einem Streit gekommen sei, sei bislang nicht bekannt.

Ein Polizeibeamter sagte als erster Zeuge, vor dem Haus hätten er und ein Kollege mehrere Männer getroffen. Einer von ihnen habe auf einen Mann mit Blut an den Händen gezeigt und gerufen: „Das ist der Täter“. 

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Das mutmaßliche Tatmesser wurde in der Nähe des Tatorts gefunden. Der 31-Jährige war noch in der Nacht festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind sechs weitere Verhandlungstage bis zum 10. Juli terminiert.

pau/dpa