Wenn der Deutsche Golfverband und die Sportgemeinschaft des Deutschen Bundestags zum Golfturnier einladen, geht es nicht nur um Birdies und Pars. Beim Pokal des Deutschen Bundestages im Golfclub Wannsee war die Olympia-Bewerbung Thema Nummer 1 unter den 80 Teilnehmern. „Ich wünsche mir einen gemeinsamen Beschluss aller Sportbunde für Olympische Spiele in Deutschland, egal in welcher Region. Auch wenn ich natürlich möchte, dass es am Ende Berlin wird“, sagte Landessportbund-Präsident Homas Härtel. Er ging mit Christian Sachs, dem Berliner Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) auf die Runde, um auf 18 Bahnen Überzeugungsarbeit zu leisten.

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Dafür war die kommunikative Spielform Florida-Scramble bestens geeignet: jeweils der beste Ball von allen wird weitergespielt. Wer den besten Schlag hatte, muss beim nächsten aussetzen. Im Vorteil waren Flights, in denen Golfer mit einstelligen Handicaps oder sogar Pros mitspielten. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter hatte mit Golfpro Kariem Baraka aus München, Carl-Constantin Underberg aus Hamburg und DGV-Vizepräsident Bernhard May, gleich drei Golfer mit einstelligen Handicaps an ihrer Seite. Das Team landete auf dem zweiten Platz.
Beim Florida-Scramble zählt Teamgeist

Das Gute beim Scramble ist, dass es auch Anfängern mit hohem Handicap gelingen kann, den entscheidenden Putt zu lochen. Die Freude und der Jubel darüber sind im Team gleich viel größer, und im Idealfall werden schlechte Schläge durch einen Mitspieler ausgeglichen. An Bahn 14, einem Par 3 im Wald, zeigte die 19-jährige Sophie Bingel vom Junior Team Germany wie gutes Golf aussieht. Wer näher an die Fahne schlug als die Deutsche Meisterin ihrer Altersklasse bekam drei Bälle zur Belohnung.
Was Golf und Politik gemeinsam haben
Den Brutto-Sieg holte Philipp Stangassinger, Pro aus dem Münchner Golfclub, mit Christian Schunck aus St-Leon-Rot (Handicap 0,5) Michael Löffler (Handicap 17,2) aus der Pfalz und Michael Siebold (Handicap 6,1), Geschäftsführer des Golfclubs Wannsee.
Zum Dinner auf der Terrasse gab es Kalbstafelspitz und Brandenburger Spargel mit Seesaibling. Zur Siegerehrung am Abend kam die Schirmherrin des Turniers, Andrea Lindholz, Bundestagsvizepräsidentin und selbst Golferin. „Golf und Politik verbindet mehr als man denkt – beide erfordern Entschlossenheit, Ausdauer und die Bereitschaft, trotz Rückschlägen weiterzumachen“, sagte sie. Dem würde der Bundeskanzler und Golfer Friedrich Merz sicher zustimmen.





