Der Wohnungsmangel in Berlin spitzt sich zu und die Mietpreise schrauben weiter in die Höhe: Wie der Berliner Mietspiegel 2026 des Bausenats zeigt, liegt das durchschnittliche Mietniveau derzeit bei 7,71 Euro pro Quadratmeter – und ist damit im Vergleich zu 2024 um 50 Cent gestiegen.

Mieten in Berlin: Mieterverein sieht Entwicklung kritisch

Der Berliner Mietspiegel 2026 gilt für rund 1,6 Millionen mietspiegelrelevante Wohnungen und basiert auf rund 17.000 Mietdaten, die bei Mieterinnen und Mietern sowie Vermieterinnen und Vermietern erhoben wurden. Der Mietspiegel ist für Mieter und Vermieter ein wichtiges Vergleichsinstrument und stellt eine Übersicht über ortsübliche Vergleichsmieten dar.

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„Die Bedeutung des Berliner Mietspiegels ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Ihm kommt als zentrales Instrument zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete nicht nur eine befriedende Rolle zwischen den Mietvertragsparteien zu“, sagte Bausenator Christian Gaebler. Der Mietspiegel bilde darüber hinaus die Basis für eine Vielzahl mietenpolitischer Maßnahmen des Berliner Senats, wie beispielsweise das Vorgehen gegen Mietpreisüberhöhungen. Gaebler sprach von einer moderaten Erhöhung.

Die Geschäftsführerin des Berliner Mietervereins, Wibke Werner, bewertete das anders: „Der Wahnsinn auf dem Berliner Wohnungsmarkt bildet sich immer mehr im Berliner Mietspiegel und dort vor allem bei den extremen Oberwerten ab.“ Zum Teil gebe es bei Neuvermietungen sehr hohe Steigerungen. 

rk mit dpa