Bei einem Zellenbrand in der JVA Plötzensee in Berlin ist am Mittwochabend ein Häftling ums Leben gekommen. Das bestätigte die Senatsverwaltung für Justiz der Berliner Morgenpost. Nachdem der Brand gegen 21 Uhr ausgebrochen war, versuchten JVA-Beamte noch in die Zelle zu gelangen, doch das Feuer und die Rauchentwicklung breiteten sich bereits auf dem Gang aus.

Feuerwehr kann Brand in JVA Plötzensee löschen – doch für Häftling kommt jede Hilfe zu spät

Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 38 Einsatzkräften vor Ort. Mit einem Löschrohr und fünf Feuerwehrmännern, die mit Atemschutzgeräten ausgestattet waren, gelang es, schnell die Einrichtungsgegenstände als Brandherde zu löschen. Für den Häftling in der Zelle kam jedoch jede Hilfe zu spät. Zur Brandursache konnte die Senatsverwaltung bislang keine Angaben machen. Die JVA-Bediensteten wurden vom Notarzt untersucht und konnten ihren Dienst fortsetzen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden einige Häftlinge in andere Haftanstalten verlegt.

Rauchrückstände im Flur und in den benachbarten Hafträumen wurden laut einem Feuerwehrsprecher mit einem Drucklüfter beseitigt. Bis auf den Haftraum, in dem es gebrannt habe, seien die anderen Räume wieder nutzbar gewesen.

Keine Rauchmelder in den Hafträumen der JVA

Durch den Brand in der Zelle wurde ein Rauchmelder im Flur ausgelöst, erklärte eine Sprecherin der Justizverwaltung auf Anfrage. In den Zellen seien jedoch keine Melder vorhanden, da diese von den Insassen manipuliert oder zweckentfremdet werden könnten. Auch Kameras seien in den Hafträumen nicht angebracht – aufgrund von Persönlichkeitsrechten. Die Kameras im Flur wiederum sind in diesem Fall laut der Sprecherin wohl nur bedingt von Nutzen, da sie zwar die Rauchentwicklung, nicht aber die Brandursache aufgenommen haben.

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Eine Einsatzhundertschaft der Polizei sicherte den Einsatz in der JVA ab. Vor dem Betreten des Zellentrakts mussten die Beamten ihre Magazine aus den Waffen entfernen. Nach rund zwei Stunden war der Feuerwehreinsatz beendet.