In Berlin soll eine neue, vom Bund unterstützte Einrichtung künftig die gesellschaftliche Krisenfestigkeit stärken und die Zusammenarbeit zwischen zivilen Organisationen und dem Militär verbessern. Im sogenannten „Resilienzlabor“ an einer Passage am Ostbahnhof sollen Hilfsdienste und Streitkräfte gemeinsam an neuen Ansätzen für den Ernstfall arbeiten und diese direkt erproben können, sagte Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) bei der Eröffnung der Räume. Im Ernstfall sollen dann alle beteiligten Stellen schnell und koordiniert handeln können. Das Labor befindet sich noch im Aufbau.

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Auch interessierte Menschen sollen digital auf Krisenszenarien vorbereitet werden, um zu lernen, wie Not- und Gefahrenlagen bewältigt werden können. Gestärkt werden solle besonders die Selbsthilfefähigkeit, hieß es. Bürger können Fragen zum richtigen Verhalten in Krisenszenarien beantworten, sich in einem Simulator auf einen Stromausfall vorbereiten, verschiedene Rollen in einem interaktiven Blackout-Szenario einnehmen und eine Notfallkiste mit allen wichtigen Gegenständen in zwei Minuten packen.
Gemeinsames Projekt von Bund, Behörden und Universitäten
Das „Resilienzlabor“ ist Kern des Projekts „Resilia“, das von der Universität der Bundeswehr, der Berliner Feuerwehr, der Freien Universität Berlin und weiteren Forschungseinrichtungen betrieben und von der Bundesregierung mit Millionensummen gefördert wird. Wann der eigentliche Betrieb beginnen oder Besuchergruppen das „Resilienzlabor“ besuchen können, stand zur Vorstellung noch nicht fest. Zunächst war für Besucher von Ende 2026 oder Anfang 2027 die Rede.
dpa




