Eine gute Nachricht für Kunden der Berliner Wasserbetriebe: Die Preise für Trinkwasser aus der Leitung bleiben niedrig. Laut Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) kosten 1000 Liter Trinkwasser vor Steuern aktuell nur 1,61 Euro. Für einen Cent gibt es also sechs Liter, der Liter kostet ganze 0,0016 Euro. Und die Wasserpreise in der Hauptstadt sollen stabil bleiben, erklärten die Berliner Wasserwerke bei der Vorstellung des Jahresberichts 2025.

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Giffey erklärte, eine mögliche Erhöhung würde sich „auf sehr geringem Niveau“ bewegen. Wie viel das sein könnte, berät die Politik derzeit noch. Das Ergebnis soll in den Wirtschaftsplan 2027 der Wasserbetriebe einfließen, über den der Aufsichtsrat am 30. Oktober beraten will.

Zwei Wasserwerke sollen wiedereröffnet werden, in Jungfernheide und Johannisthal, kündigte das landeseigene Unternehmen an. Denn die wachsende Stadt braucht immer mehr Wasser. Giffey warb dafür, dass Wasser, Strom und Gas in Berlin auch von landeseigenen Unternehmen kommen, was unter anderem die Sicherheit bei der Versorgung erhöhe.

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Die Pressekonferenz zur Jahresbilanz der Wasserbetriebe fand an einem ungewöhnlichen Ort statt: 18 Meter unter der Erde, auf dem Grund eines Regenwasserbeckens, das die Betriebe an der Chausseestraße in Mitte bauen. Ende des Jahres soll die Riesen-Regentonne neben dem BND-Gebäude in Betrieb gehen. Sie kann den Inhalt von sechs Olympiaschwimmbecken fassen und in einer halben Stunde volllaufen.

Wenn mehr Regen fällt als Kanalisation und Klärwerke fassen können, soll hier das mit Regen vermischte Abwasser zwischengespeichert werden. Nach dem Regen wird das Mischwasser dann zum Klärwerk transportiert und gereinigt – und es fließt nicht mehr ungeklärt in die Spree.

Pk der Berliner Wasserbetriebe zu Jahresbilanz 2025
Blick in das riesige unterirdische Regenwasserbecken an der Chausseestraße. Bis Ende des Jahres soll es fertig werden.© Carsten Koall/dpa | Carsten Koall

543,7 Millionen Euro, ein neuer Rekord bei den Investitionen

Die Berliner Wasserbetriebe haben neben der Riesen-Regentonne in Mitte auch bezüglich der Investitionen einen neuen Rekord aufgestellt: 543,7 Millionen Euro wurden 2025 investiert, ein leichtes Plus von 4,6 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz lag bei 1,34 Milliarden, ein Plus von 36,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Verkauft haben die Wasserbetriebe etwas mehr Wasser als im Vorjahr, 216,5 Millionen Kubikmeter, 257 Millionen Kubikmeter Abwasser wurden gereinigt.

Jeder Berliner verbraucht im Schnitt rund 40 Kubikmeter Wasser, also rund 100 Liter pro Tag, rechnete Giffey vor. Die Wasserbetriebe kümmern sich auch um die Trinkbrunnen und mehr als 2000 „Notbrunnen“ in der Stadt, die historischen grünen Pumpen aus Gusseisen. Etwa die Hälfte liefert heute noch Wasser in Trinkwasserqualität, was regelmäßig geprüft wird. Pumpen, deren Wasser den Qualitätsstandard nicht erreicht, tragen ein „Kein Trinkwasser“-Schild.

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Rechnet man den Sondereffekt heraus, ist das Ergebnis auf dem Niveau der Vorjahre.

Frank Bruckmann, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe

Beim Jahresergebnis der Wasserbetriebe drückt ein Sondereffekt den Gewinn ins Minus: Laut den Wasserbetrieben „ein immaterieller Vermögenswert aus der Zeit der Rekommunalisierung“. Von 127 Millionen im Jahr 2024 sank er auf fast 150 Millionen Euro Minus für 2025. „Rechnet man den Sondereffekt heraus, ist das Ergebnis auf dem Niveau der Vorjahre“, erklärte Bruckmann.

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