Die Pläne für eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes werden konkreter. Am Freitag traf Berlins Regierender Bürgermeister (CDU) Kai Wegner die Initiatoren des Projekts „Zuhause am Tempelhofer Feld“. Im Roten Rathaus ließ er sich von ihnen persönlich das Konzept für eine Randbebauung mit 21.500 Wohnungen vorstellen. Nach dem Gespräch beauftragte Wegner seinen Finanzsenator Stefan Evers (CDU), die Finanzierbarkeit der Umsetzung zu prüfen.

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Nach den Plänen der Initiatoren könnte bereits in zwei Jahren mit dem Bau der Wohnhäuser begonnen werden. Fertig sein könne man bereits in sechs Jahren. Die Investitionskosten sollen bei rund neun Milliarden Euro liegen. Die geplanten Wohnhäuser sollen auf einer Fläche von 100 Hektar Platz für 50.000 Menschen bieten. Sie sollen sich am Stil der Gründerzeitbauten im angrenzenden Bergmannkiez und Schillerkiez orientieren. 200 Hektar des Feldes blieben nach der Bebauung frei.

„Das ist ein neuer, großartiger Vorschlag aus der Zivilgesellschaft“, sagte Wegner. „Gleichzeitig blieben die im Tempelhofgesetz vorgesehenen 200 Hektar Wiesenfläche erhalten.“ Für die Randbebauung gebe es eine breite Zustimmung in der Bevölkerung. Das Land Berlin könne das Projekt selbst entwickeln.

Der Flughafen Tempelhof wurde 2008 außer Betrieb gestellt, zwei Jahre später zum öffentlichen Park umgewidmet und schließlich 2014 durch einen erfolgreichen Volksentscheid vor jeglicher Bebauung geschützt. Eine aktuelle repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA im Auftrag der Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) kommt zu dem Ergebnis, dass 59 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für eine Randbebauung votieren.