Zum Artikel „Verbranntes Schrottauto vergammelt in Berlin: So reagieren die Behörden“ vom 22. Mai

Es passt eben zu der allgemeinen Einstellung der Leute, ihren Müll kostengünstig von der Allgemeinheit entsorgen zu lassen. Wenn ich mich recht erinnere, sind in oder an den Fahrzeugen Fahrgestellnummern angebracht. Warum wird nicht intensiver nachgeforscht, weil sich damit ein Besitzer ausfindig machen lässt? Sicherlich ist das aufwendig, aber wenn so ein Besitzer ausfindig gemacht wird, sollte das Bußgeld so hoch angesetzt werden, dass davon ein zweites mitentsorgt werden kann. 

Joachim Jeserig, per E-Mail

Vermutlich mehrere Stellen im Land Berlin sind seit Wochen mit der Recherche nach dem Halter des ausgebrannten Autos beschäftigt. Und diesem droht ein Bußgeld, was wahrscheinlich niemals verhängt werden kann, weil der Halter nicht auffindbar ist. So kann man agieren. Man kann aber auch einfach einen Abschlepper beauftragen und das Auto verschrotten lassen. Das dürfte insgesamt betrachtet wirtschaftlicher sein als die erfolglose Suche nach dem Halter des Wagens.

Frank Behrend, per E-Mail

Zum Artikel „Telefonate, Kritik und viele Spekulationen“ vom 22. Mai

Ich teile Ihre kritische Beschreibung und Bewertung des Verhaltens des Bundestrainers Nagelsmann. Insbesondere die demütigende Behandlung des Torwarts Oliver Baumann ist unentschuldbar, die Entscheidung für Manuel Neuer mindestens fragwürdig. Ein wenig Verständnis für Nagelsmann habe ich dennoch: Er muss in den letzten Wochen vor der Nominierung des WM-Kaders einem ungeheuren Druck von vielen Seiten ausgesetzt gewesen sein. Da hatten es frühere Bundestrainer doch wesentlich leichter: Herberger, ohnehin seit dem „Wunder von Bern“ eine unangefochtene Autorität, musste nur dem Wunsch seines autokratischen DFB-Präsidenten folgen und zum Beispiel zur WM 1962 einen Spieler vom 1. FC Saarbrücken mitnehmen (der nie eingesetzt wurde). Und Helmut Schön folgte 1974 in der Frage „Netzer oder Overath?“ selbstverständlich dem dringenden Wunsch des „Kaisers“. Nagelsmann war in den Wochen vor der Entscheidung fast täglichen öffentlichen Ratschlägen und Mahnungen vom Tegernsee oder von der Säbener Straße ausgesetzt. Nachdem er nun Neuer als Torhüter Nr. 1 und insgesamt 7 + 1 Spieler vom FC Bayern nominiert hat, kommt aus München nur noch ein auffälliges Schweigen. 

Wolf-Rüdiger Heilmann, per E-Mail

Zum Artikel „Friedrich Merz schlägt EU-Sonderstatus für Ukraine vor“ vom 22. Mai

Man kann es nicht fassen: Herr Merz sollte sich mal bei der bundesdeutschen Bevölkerung umhören: Mindestens 80 Prozent der Deutschen können alles, was mit der Ukraine zu tun hat, nicht mehr hören. Wer soll denn die Zeche bezahlen außer dem deutschen Steuerzahler? Er will Geld verschenken, das hier bei uns dringend benötigt wird. Wo sind denn die Verwendungsnachweise der 95 Milliarden, die bisher geflossen und versickert sind? Und weshalb werden die Nord-Stream-Gasleitungs-Sprenger nicht nach Deutschland ausgeliefert? Herr Merz: Sie sind Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und zum Wohle Deutschlands verpflichtet – und nicht der Ukraine!

Klaus Wollschläger, per E-Mail

Zum Artikel „Pläne für 21.400 Wohnungen am Tempelhofer Feld“ vom 21. Mai

Es ist bisher nicht bebaut worden, weil durch einen Volksentscheid dies verhindert wurde. Die erwähnte Umfrage betrifft wie viele in Berlin lebende Menschen? Vielleicht sollte hier noch einmal die Bevölkerung gefragt werden. Die Berliner. Doch falls in Zukunft das Feld bebaut werden sollte, habe ich einen Vorschlag: In die Höhe bauen, um Platz zu sparen und das schöne Fleckchen weithin sichtbar zu machen. Wie die Hochhäuser am Alexanderplatz, die so wunderbar den Blick auf den Fernsehturm verhindern.

Katrin Tiltscher, per E-Mail

Trotz Volksentscheid vor vielen Jahren ist es richtig, über eine weitere Nutzung zu debattieren. Damals wurde auch aus Klimagründen eine Erhaltung empfohlen, das spielt aber jetzt wohl keine Rolle mehr. Dieser Entwurf zeigt nicht eine zurückhaltende Bebauung, er zeigt eine grauenvoll-fantasielose Entwicklung. Wie kann man sich heutzutage an den Ideen des vorigen Jahrhunderts orientieren? Da gab es Hinterhöfe, die keiner mochte und auch heute nicht mag. Eine so große Planung muss neue und einmalige Ideen verwirklichen und nicht im Berliner Klein-Klein ersticken. Hier sollten Architekten aus aller Welt ihre Chance sehen, neue Wohnviertel zum Wohle der künftigen Mieter zu entwickeln. Aber wie schon beim Berliner Flughafen wird sicher alles im örtlichen Mittelmaß enden und nichts Besonderes werden. Schade um eine vertane weltweit einmalige Chance, in der Mitte einer Großstadt etwas Einzigartiges zu entwickeln.

Lothar Otterstätter, per E-Mail

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