Mit dem Reparaturbonus für Elektrogeräte sollen Berliner dazu animiert werden, ihre Geräte zu reparieren, statt sie wegzuwerfen und sich direkt für eine Neuanschaffung zu entscheiden. Im vergangenen Jahr war der Geldtopf bereits im Juni leer – die Nachfrage also groß. Möchte man meinen. Denn wie sich nun zeigt, war das Geld vor allem schnell aufgebraucht, weil die ausführende Investitionsbank Berlin (IBB) satte 380.000 Euro und damit ein Drittel des Budgets einstrich, berichtet der „Tagesspiegel“.

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Demnach flossen unterm Strich nur 866.000 Euro von den verfügbaren 1,25 Millionen Euro in Reparaturen, wie die Förderliste zeigen soll. Für kaputte Waschmaschinen (121.000 Euro), Laptops (117.000 Euro) und Geschirrspüler (111.400 Euro) wurde das meiste Geld verwendet, auch ihre Kaffee-Vollautomaten (66.000 Euro) reparierten viele Berliner. Diese können ihre Geräte zur Reparatur bringen und sich anschließend die Hälfte der Kosten, maximal 200 Euro, erstatten lassen.

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Was die Förderliste nicht verrät: wie viele Reparaturen insgesamt gefördert wurden. Zudem wollte die landeseigene IBB gegenüber dem „Tagesspiegel“ auch keine Angaben dazu machen, wie viele Personen an dem Projekt arbeiten und wofür genau fast ein Drittel des Budgets verwendet wurde. Detaillierte Angaben wurden verweigert, da es sich um „vertrauliche, unternehmensinterne Informationen“ handele.

Kritik hagelt es vom Bund der Steuerzahler. „Wir hatten schon bei der Einführung 2024 befürchtet, dass die Abwicklung enorm bürokratisch wird“, sagte Alexander Kraus, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler Berlin, dem „Tagesspiegel“. Es sei „geradezu albern“, dass man ein aufwendiges System installiere und das Geld dann ruckzuck weg sei. Berlins Umweltverwaltung begründete die hohen Aufwendungskosten mit der Vielzahl an Anträgen mit nur geringen Auszahlungsbeträgen. Dadurch sei das Förderprogramm verwaltungsintensiv.

rk