Eine Woche, nachdem der mutmaßliche Haupttäter der tödlichen Messerstecherei am Humboldtforum ein Geständnis abgelegt hat, ist ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen worden. Das teilten Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Demnach sei der 16-Jährige bereits am Dienstag (13.30 Uhr) gefasst worden. Er stehe im Verdacht, am 12. September 2025 beteiligt gewesen zu sein. Ein Haftbefehl wurde in Vollzug gesetzt.

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Bei dem Streit zweier Gruppen unterhalb des neuen Berliner Stadtschlosses starb ein 20-Jähriger. Daniel N. gestand am 12. Mai vor dem Berliner Landgericht, ihm mehrfach mit einem Springmesser in den Rücken gestochen zu haben. Dabei wurde eine Arterie getroffen, sodass der Mann verblutete. Das Opfer war mit zwei Freunden unterwegs. Die Gruppe um Daniel N. bestand aus bis zu 15 Personen. „Er war betrunken, berauscht, müde und unfähig, sich der Gruppendynamik zu entziehen“, sagte die Verteidigerin des 16-Jährigen.
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Der steht zusammen mit sechs weiteren Angeklagten seit Anfang Mai vor dem Berliner Landgericht. Ihm und drei weiteren – unter anderem dem mutmaßlichen Besitzer des Messers – werden Totschlag vorgeworfen. Die übrigen sind wegen gefährlicher Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei angeklagt. Der älteste ist 23 Jahre alt.
Gegen weitere Beschuldigte laufen andere Verfahren. Am 9. Oktober 2025 wurden in diesem Zusammenhang acht Personen festgenommen. Der nun Festgenommene wurde „im Rahmen einer Routineüberprüfung“ der Bundespolizei am Bahnhof Gesundbrunnen festgenommen. „Er befindet sich nun in einer Jugendstrafanstalt“, heißt es weiter. „Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Beteiligung an einer Schlägerei, gefährlicher Körperverletzung und des Landfriedensbruchs dauern an.“
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Die Hintergründe des Streits konnten Polizei und Gericht bislang nicht aufklären. Das Opfer stammte, wie seine Begleiter, aus Syrien. Die Angeklagten sind Afghanen, mit Ausnahme einer Irakerin. Der mutmaßliche Haupttäter gab an, dass ein 23-jähriger Mitangeklagter mit dem später Getöteten in Streit geriet. Dieser sei eskaliert. Worum es ging, ist bislang nicht bekannt. Der Prozess soll Anfang Juni fortgesetzt werden. Dann wollen auch andere Angeklagte aussagen, wie es zuletzt hieß.







