Die Initiative „Extinction Rebellion“ hat aus Protest gegen die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung das Wasser des Mauerbrunnens im Invalidenpark vor dem Wirtschaftsministerium in Berlin-Mitte grün gefärbt. Die Aktivisten verwendeten nach eigenen Angaben den grün leuchtenden und ungiftigen Farbstoff Uranin. In der Wasserwirtschaft wird er etwa zum Orten von Lecks in Rohrleitungen verwendet. 

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„Extinction Rebellion“ wirft Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eine zu konzernfreundliche Gaspolitik vor. Auch in Hamburg, München, Köln, Dresden wurden Brunnen grün gefärbt. Betroffen waren nach Angaben der Protestbewegung Brunnen in insgesamt 17 Städten. In Berlin mussten Polizisten ans Werk gehen und die Verunreinigungen entfernen.

Protestbewegung färbt Brunnenwasser grün
Giftgrünes Wasser erstaunte am Donnerstagmorgen viele Spaziergänger.© Christophe Gateau/dpa | Christophe Gateau

Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke

Die Bundesregierung hatte letzte Woche einen Gesetzentwurf zum Bau neuer Gaskraftwerke auf den Weg gebracht. Neue Gaskraftwerke sollen im Zuge des bis 2038 geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2026 lag er bei rund 53 Prozent.

dpa