Zum Artikel „Initiative präsentiert Pläne für 21.400 Wohnungen am Tempelhofer Feld“ vom 20. Mai 2026
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Ich habe gerade diverse asiatische Städte gesehen, die ihr Wohnungsproblem bei wenig Baugrund mit Hochhäusern lösen, die übrigens architektonisch auch oft eine echte Touristenattraktion sind, zum Beispiel in Singapur. Zugegeben, 30 bis 50 Stockwerke müssen es nicht sein, aber 10 bis 15 Etagen würden die Bebauungsfläche auf ein Drittel reduzieren – und das Tempelhofer Feld würde nur wenig Fläche abgeben müssen. Leider verstehen die Hochhausgegner nicht, dass viele Wohnungen mit wenig Flächenverbrauch nur gebaut werden können, wenn man in die Höhe baut.
Gerald Gruner, per Mail
Auch ich, heute 66 Jahre alt, hatte seinerzeit gegen eine Bebauung des Tempelhofer Feldes gestimmt. Dies geschah allerdings, wie von vielen anderen auch, ausschließlich aus dem Grund, Herrn Wowereits Größenwahn und Basta-Politik in Sachen Landesbibliothek auszubremsen. Kommt heute in meinem Umfeld das Gespräch darauf, höre ich von allen, dass, sofern sie ebenfalls dagegengestimmt haben, dies aus genau diesem Grund geschah und sie heute ganz anders stimmen würden. Ich halte es daher heute für absolut richtig und auch dringend geboten, die Angelegenheit neu zu bewerten.
R. S., per Mail
Die ewigen Diskussionen um die Bebauung auf dem Tempelhofer Feld gehen mir langsam auf die Nerven. Außerdem ist es kaum vorstellbar, dass dort bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen entstehen soll. Wenn man durch Berlin fährt, kann man sehen, wie viele Wohnungen schon gebaut wurden. In Friedenau an der Autobahn, in Buckow auf den Feldern, in Britz auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei. Und wer glaubt, dass nach der Bebauung das Feld noch von allen Bürgern genutzt werden kann, der irrt sich gewaltig. Man merkt jetzt schon, dass die Erholungsflächen einfach nicht mehr ausreichen. Es wäre sehr schade, denn es ist ein Ort, an dem Kinder noch gefahrlos spielen können. Warum gibt es einen Volksentscheid dagegen, wenn hinterher nur noch herumgenörgelt wird?
Marion Buchmann, per Mail
Immer wieder wird gegen den, zugegeben von 2014, erklärten Willen der Berliner gearbeitet. Wer glaubt, dass eine Randbebauung das Berliner Wohnungsproblem löst und es dann auch dabei bleibt, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Ebenso, dass dort langfristig bezahlbarer Wohnraum entsteht. Die Lage ist viel zu lukrativ, um es den sozial Schwächeren zu überlassen. Wer jetzt schon eine geltende gesetzliche Regelung nicht akzeptiert und respektiert, der wird das auch weiterhin aus wirtschaftlichen Gründen nicht tun. Politik in Berlin und Kommerz sind keine gute Kombination.
Joachim Müller, per Mail
Natürlich ist das Ergebnis abzusehen, wenn die IHK für eine neuerliche Umfrage Geld verschwendet, um nachzuweisen, dass sich eine Mehrheit der Berliner für die Randbebauung des Tempelhofer Feldes ausspricht. Das Ergebnis steht von vornherein fest. Hier wird doch wieder mal belogen und betrogen. Warum nicht die ehrliche Variante wählen und eine Volksbefragung starten? Das wäre ja dann ein Weg zur absoluten Ehrlichkeit. Der Weg für diese Befragung wird doch genauso gescheut wie der für die Initiierung der Olympischen Spiele in Berlin. Beweist doch mal, dass wir immer noch in einer Demokratie leben.
Jean Dörnback, per Mail
Zum Artikel „Sparkassen-Studie: Jeder vierte Berliner kann kein Geld zurücklegen“ vom 20. Mai
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Es wird halt schwierig, wenn Work-Life-Balance und Teilzeitarbeit im Vordergrund stehen. Die Vorstellung, damit Vermögen aufzubauen oder Immobilien zu erwerben, ist weltfremd. Wer bei sechs Prozent Grunderwerbssteuer (das sind 30.000 Euro für ein 500.000-Euro-Objekt) mehrere Jahre sparen muss, verdient zu wenig oder hat exorbitant hohe Wünsche. Wie soll jemals das eigentliche Objekt bezahlt werden? Es passt wohl in die Zeit: Menschen mit vielen hohen Erwartungen an das Umfeld bei gleichzeitig geringer eigener Leistungsbereitschaft …
Ralf-Dieter Deinert, per Mail
Zum Artikel „Kasupke ärgert sich über das Steuersystem“ vom 16. Mai
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Ich kann dem Schreiber nur beipflichten. Mir ist es genauso ergangen, als ich in Pension/Rente ging. Eine deftige Nachzahlung 2025 und eine ebenso deftige Vorauszahlung für die Jahre 2026/2027. Im Übrigen erstaunt mich doch sehr, dass manche Mitbürger tatsächlich glauben, Beamte bräuchten keine Steuern zu bezahlen. Man sollte sich doch vorher informieren, bevor solche Behauptungen in die Welt gesetzt werden. Ich selbst als ehemaliger kleiner Beamter im mittleren Dienst mache jedes Jahr meine Einkommensteuererklärung mit dem Ergebnis wie anfangs beschrieben.
Peter Jenichen, per Mail





