Die Ungleichheit in der deutschen Hauptstadt nimmt zu. Das geht aus einem Bericht des Senats mit dem Titel „Soziale Stadtentwicklung Berlin 2025“ hervor, der zwölf neue Brennpunkt-Kieze benennt. Insgesamt gibt es nun 57 dieser Armuts-Viertel. Erstellt wurde die Auswertung im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, über die die „B.Z.“ zuerst berichtete. Fazit: Besonders am Stadtrand würde die Lage immer dramatischer werden.

Diese Gebiete in Berlin sind neu in der Liste:

  • Karower Chaussee (Buch/Pankow)
  • Griesingerstraße (Falkenhagener Feld/Spandau)
  • Im Spektefeld (Falkenhagener Feld/Spandau)
  • Westerwaldstraße (Falkenhagener Feld/Spandau)
  • Nonnendammallee (Spandau)
  • Marienfelder Allee Nordwest (Tempelhof-Schöneberg)
  • Ortolanweg (Neukölln)
  • Goldhähnchenweg (Neukölln)
  • Wittenberger Straße (Marzahn)
  • Wartenberg Süd (Lichtenberg)
  • Teichstraße (Reinickendorf)
  • Reinickes Hof (Reinickendorf)

Das sind Kieze bzw. Straßenzüge mit mindestens 300 Einwohnern, damit die Ergebnisse statistisch aussagekräftig sind. Laut Senat haben diese Kieze eine soziale Benachteiligung und einen sehr niedrigen sozialen Status gemeinsam. Diese Lage würde entstehen, wenn in einem Gebiet besonders viele Bewohner von folgenden Problemen betroffen seien: Arbeitslosigkeit, Kinder und Jugendliche in alleinerziehenden Haushalten, Bürgergeld/Sozialhilfe und Kinderarmut.

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Berliner Senat will mit Maßnahmen Armut bekämpfen

Um die Situation in den betroffenen Kiezen zu verbessern, plant der Senat mehrere Maßnahmen. Dazu gehören die Förderung freier Träger der Jugendhilfe, eine bessere Personalausstattung in Kitas, zusätzliche Hilfen für Alleinerziehende sowie die Einrichtung von Quartiersmanagement.

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Die Senatsverwaltung betont, dass die Einstufung als „Gebiet mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“ sich ausschließlich auf soziale Indikatoren bezieht und keine Aussage über die Kriminalitätsbelastung in den jeweiligen Kiezen trifft.

JP