Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK) zeigt: Eine klare Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner ist für eine Bewerbung der Hauptstadt für die Weltausstellung Expo 2035. Rund 65 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass Deutschland mit Berlin ins Rennen geht.

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Laut der neuen Umfrage verbinden aber viele Hauptstadtbewohner mit einer möglichen Expo eine Weiterentwicklung der eigenen Stadt. Unter den Befragten gaben 41 Prozent an, dass die Expo „Verbesserungen bei Infrastruktur und Stadtentwicklung bringen muss“, heißt es in einer Pressemitteilung der IHK. Außerdem gebe es die Erwartung auf mehr Arbeitsplätze und die Förderung von Innovation und Zukunftsthemen.

Berliner Umfrage: Mehrheit unterstützt Expo-Bewerbung

Weitere Ziele, die die Expo für Berlin laut den Befragten erreichen sollte, sind mehr internationale Aufmerksamkeit für Berlin und Deutschland und die Förderung von Tourismus. Auffällig bei den Umfrage-Ergebnissen: Nur sechs Prozent der befragten Berlinerinnen und Berliner lehnen eine Expo-Bewerbung absolut ab. 18 Prozent lehnen eine Bewerbung eher ab, zehn Prozent zeigen sich unsicher.

Die Umfrage im Auftrag der Berliner IHK hat zudem die politische Ausrichtung der Befragten abgefragt. Das Ergebnis: 80 Prozent der Menschen, die die CDU wählen, sind für eine Bewerbung. Dicht gefolgt von SPD-Wählern mit 76 Prozent und Grünen-Wählern mit 74 Prozent. Auf Platz vier folgt die Linke (60 Prozent), dahinter die AfD (54 Prozent), die FDP (58 Prozent) und BSW (52 Prozent). Bei den Ablehnern der Expo in Berlin sind FDP-Wähler mit 34 Prozent ganz vorne. Gefolgt von BSW (32 Prozent) sowie AfD und der Linken (beide 31 Prozent).

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Umfrage-Ergebnis stärkt Gespräche mit Brandenburg

Die Umfrage wurde zwischen dem 4. und 8. Mai dieses Jahres durchgeführt. Teilgenommen haben insgesamt 1000 Berlinerinnen und Berliner ab 16 Jahren. Durchgeführt wurde die Umfrage vom Institut Insa-Consulere aus Erfurt. Laut der IHK spiegele diese Stichprobe die demografische Struktur Berlins wider.

Der Präsident der IHK Berlin, Sebastian Stietzel, sieht diese neuen Umfragewerte als ein starkes Signal und einen großen Rückhalt für die Gespräche der Berliner Senatskanzlei mit dem Land Brandenburg zwecks einer gemeinsamen Ausrichtung. Zum Hintergrund: Nachdem Kai Wegner eine Expo-Absage für Berlin erteilt hatte, schlug er Schönefeld als „ideale Fläche“ vor. Gemeint ist eine Fläche nahe dem Flughafen BER. „Hier könnte ein Mehrwert entstehen für die Region“, so Wegner. Die Berliner Morgenpost berichtete ausführlich.

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Expo-Bewerbung: Berlin und Brandenburg nehmen Gespräche ins Visier

Wie der Pressesprecher der Potsdamer Staatskanzlei mitteilte, habe Berlin signalisiert, mit dem Land Brandenburg über eine mögliche Bewerbung diskutieren zu wollen. Die Gespräche hatten bis zum 8. Mai 2026 noch nicht begonnen. Bis diese Gespräche stattgefunden haben, wolle man sich aus Potsdam auch nicht mehr äußern.

Laut dem Berliner IHK-Präsidenten Sebastian Stietzel sei es, mit Blick auf die aktuelle Umfrage, noch nicht zu spät, „um den Innovations- und Investitionsbooster Expo in die Metropolraumregion zu holen.“ Dafür müsse der Bewerbungsprozess aber jetzt endlich eingeleitet werden.